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Stephen Schoen
Zuversicht und Unsicherheit: Die Gestalttherapie im Lichte Kafkas
Ein Vortrag *


Aus der Gestaltkritik 2/2012:

Gestaltkritik - Die Zeitschrift mit Programm aus dem Gestalt-Institut Köln
Gestaltkritik (Internet): ISSN 1615-1712

Themenschwerpunkte:

Gestaltkritik verbindet die Ankündigung unseres aktuellen Veranstaltungs- und Weiterbildungsprogramms mit dem Abdruck von Originalbeiträgen: Texte aus unseren "Werkstätten" und denen unserer Freunde.

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Praxisadressen von Gestalttherapeuten/-innen

  Hier folgt der Abdruck eines Beitrages aus Gestaltkritik 2/2012:

Stephen Schoen
Zuversicht und Unsicherheit: Die Gestalttherapie im Lichte Kafkas
Ein Vortrag

Stephen Schoen (Foto: Horst ter Haar, 2011 im GIK)
Stephen Schoen (Foto: Horst ter Haar, 2011 im GIK)

Wieder einmal ist es uns gelungen, einen Schatz der Gestalttherapie zu bergen: Ende der 1990er Jahre lebte Stephen Schoen fast zwei Jahre in Köln – und arbeitete mehrmals in der Woche mit Einzelnen, Paaren und (Supervisions- und Ausbildungs-) Gruppen im Gestalt-Institut Köln (GIK). In dieser Zeit begleitete er intensiv die deutsche Übersetzung seines ersten (Therapie-) Romans „Greenacres“ durch Ludger Firneburg. Außerdem wandte er sich wieder Franz Kafkas Werk zu (mit dem er sich seit seines Studiums immer wieder beschäftigt hatte; vgl. u.a. in seinem Buch „Wenn Sonne und Mond Zweifel hätten: Gestalttherapie als spirituelle Suche“). Aus dieser erneuten Beschäftigung mit Kafka ist sein vorliegender Vortrag entstanden, den er 1998 auf der Jahrestagung der Deutschen Vereinigung für Gestalttherapie (DVG) gehalten hat. Wir im Gestalt-Institut Köln (GIK) hatten die Ehre, eine Vorstufe dieses Vortrag kurz zuvor auf unserer Jahrestagung des Förderkreises Gestaltkritik – als Generalprobe sozusagen – zu hören.
Der Herausgeber

Seit ihren Anfängen zu Lebzeiten von Fritz und Laura Perls konnte sich die Gestalttherapie immer einer besonders engen Verbindung zu mystisch-religiösem Gedankengut rühmen. Ich meine damit die ihr zugrunde liegende Haltung, dass jede Erfahrung im Leben, sei sie gering oder bedeutsam, schwierig oder glücklich, das tiefste Geheimnis menschlichen Lebens zum Ausdruck bringt. Jeder von uns hat Probleme, manche verfügen über ein tiefes und ruhiges Selbstgewahrsein; aber letztendlich spiegelt alles, was wir fühlen, unser Verhältnis zu diesem tiefen Geheimnis wider, sei es als Verbindung oder aber als Entfremdung. Als Therapeuten folgen wir deshalb nicht einfach einer formalen Diagnostik und den dazugehörigen Behandlungsmustern; ebenso wenig dienen die Techniken, die wir einsetzen, der bloßen Beseitigung schmerzlicher Symptome. Vielmehr gehen wir davon aus, dass die innere Not, d.h. Ängste, Depressionen, Verwirrung usw. nur gelindert werden können, indem wir immer wieder wagen, in die Tiefe unserer Seele hinabzusteigen und die Ebene der sprachlichen Möglichkeiten zu verlassen. Dasselbe könnte man auch von den spirituellen Denkern sagen, die wir gerne zitieren und deren Gesellschaft wir anstreben: etwa Martin Buber und Paul Tillich in unserem Jahrhundert oder Jesus und Buddha in den alten, überlieferten Traditionen. Wie sie ermutigen wir die Menschen, sich selbst zu vertrauen und das Risiko einzugehen, über das eigene Ich hinauszugehen und sich in unbekannte Tiefen vorzuwagen. Das ist es, was der Christ Kierkegaard vor 150 Jahren einen Glaubenssprung - hinaus aus der rationalistischen und objektiven Welt nannte, was der Zen Buddhismus in Abgrenzung vom ich-gebunden Kleinen Ich als das Große Ich bezeichnet; und was Jesus meinte, als er sagte: »Nicht mein Wille, sondern Dein Wille geschehe.«

Um es noch einmal zu sagen: Wir können diesem Unbekannten begegnen, das uns zuweilen so mit Angst erfüllt, wenn unser Selbstvertrauen zerstört ist und wir nichts anderes mehr spüren als Verlust. Auf dieser Tagung werden wir wichtige Beiträge hören und darüber reden, was wir tun können. Doch durch die Betrachtung spiritueller Werte möchte ich Euer Augenmerk auf eine andere Art der Unsicherheit lenken, jene Unsicherheit nämlich, die dem Selbstvertrauen entspringt und die wir nicht als Verlust erleben, sondern als Gewinn.

Vorhin habe ich aus alten, bekannten Überlieferungen zitiert. Doch als moderne Psychotherapeuten haben wir den Anspruch, unser Denken empirisch und psychologisch zu begründen. Wie können wir also heute ein Licht in unsere alltägliche Existenz bringen? Und weiter: Wie können wir dieser umfassenden, transzendenten Qualität mit all ihren Schwierigkeiten, Überraschungen und ihrem Reichtum gerecht werden und sie auf eine Weise zum Ausdruck bringen, die uns nicht abheben lässt?

Ich möchte mit Euch über einige Aphorismen Franz Kafkas' sprechen, dessen Einsichten in die innere Welt einen weitgehend unbekannt gebliebenen Aspekt seines aufreibenden Lebens darstellen. In gewisser Weise ist es nicht verwunderlich, dass jemand wie Kafka, der selbst so viele ungelöste Konflikte in sich trug, gleichzeitig aber über eine unerhört klare Wahrnehmung der eigenen Gefühle verfügte, unserer konfliktreichen Zeit etwas bemerkenswert Lebendiges und Belebendes zu geben hatte. Es ist, als zeigte er uns die Konturen unseres Lebens aus der Vogelperspektive; der Weg dorthin würde uns durch dunkles und unbekanntes Gelände führen. Doch so zu reden, heißt bereits eine Anleihe an Kafkas metaphorischen Stil machen; ein guter Stil, wenn man über etwas spricht, das eigentlich nur indirekt bezeichnet werden kann. Hören wir ihm zu und sehen wir, welche neuen Tiefen sich uns eröffnen.

Alle 109 Aphorismen handeln von einem spirituellen Weg. Aber gleichzeitig handeln sie auch von unserem Alltag. Ich habe 16 Aphorismen ausgewählt, und bereits Kafkas erster Aphorismus enthält eine schlichte Metapher, die seinen Sinn für das Paradox mit der für ihn typischen scharfen Ironie verbindet: »Der wahre Weg geht über ein Seil, das nicht in der Höhe gespannt ist, sondern knapp über dem Boden. Es scheint mehr bestimmt, stolpern zu machen, als begangen zu werden.« Diejenigen unter Euch, die wissen, wie unglücklich Kafkas Leben verlief - überschattet von einer drohenden Vaterfigur und sein Leben lang von dunklen Angstzuständen gequält, ein einsamer Junggeselle, der die Ehe fürchtete und mit 40 Jahren an Tuberkulose starb - vielleicht denkt Ihr jetzt: »Das war eben sein Weg und seine Wahrheit.« Doch seine Art, die Dinge wahrzunehmen, seine Fähigkeit, in der Wirklichkeit der eigenen Verzweiflung die Conditio Humana zu erkennen, geht uns alle an. Stolpern wir nicht alle immer wieder, auch wenn der Weg, auf dem wir gehen, der richtige zu sein scheint? Und unsere Klienten, die zu uns in die Therapie kommen, weil sie gestolpert oder böse gefallen sind? Häufig glauben sie, sie seien auf dem Holzweg (Wären sie auf dem richtigen Weg, hätten sie nicht solche Schwierigkeiten.), oder sie glauben, mit ihnen selbst stimme etwas nicht. (Denn warum sonst sollte der richtige Weg ihnen solche Schwierigkeiten bereiten?) So dass sich also unsere ganze Aufgabe, und besonders innerhalb der Gestalttherapie mit ihrer Betonung auf therapeutischer Bestätigung und wachsendem Selbstgewahrsein, mit Kafkas Metapher ausdrücken lässt: »Du bist weder auf dem Holzweg, noch stimmt mit dir etwas nicht. Aber du musst lernen, deine Füße höher zu heben.«

Wir alle kennen diese Art von Anweisungen, die dazu dienen, beim Klienten bislang unbeachtet gebliebene Ressourcen anzusprechen, die in ihm die Fähigkeit wecken sollen, einen Verlust durchzustehen und anzunehmen, Initiative zu ergreifen, anstatt sich in die Opferrolle zu flüchten oder seiner Frustration dadurch zu begegnen, dass er sich für neue Befriedigungen öffnet. Doch unser Leben konfrontiert uns auch mit Erfahrungen, die wir uns nicht ausgesucht haben und die sich unserer Kontrolle entziehen: Kafkas Seil, »knapp über dem Boden gespannt«, entspringt nicht irgendeiner privaten Kindheitserfahrung, etwa einer frühen Fixierung, die wir durcharbeiten und der wir entwachsen könnten. Nein, es ist ein existentiell Gegebenes. Das erinnert mich daran, was der hinduistische Lehrer Nisargadatta auf die Frage: »Was ist Sünde?« antwortete. Er sagte: »Alles, was uns unfrei macht.« Ja, wir können uns befreien. Und dennoch ist diese uns unfrei machende Bindung Teil des menschlichen Daseins.

Wir finden bei Kafka einen Aphorismus über unsere angeborene Fähigkeit zu dieser Art »Bindung«. Er braucht dafür 6 einfache Worte: »Ein Käfig ging einen Vogel suchen.« Spürt Ihr die zwingende Kraft dieses Bildes, sein Zeugnis dieser Kraft, die, so tief in der menschlichen Seele verwurzelt und ungeachtet unserer persönlichen Entscheidung, den freien Vogel in uns in die Falle lockt? Eine negative Kraft bemächtigt sich unserer, sei es eine persönliche Hemmung (z. B.: »Ich bringe es nicht fertig, einer Frau zu sagen, dass ich sie liebe«) oder ein weltweites Übel, wie das gierige Machtstreben und die Gewalt zwischen den Völkern. Und auch hier konzentriert sich die Therapie darauf, zumindest was den einzelnen auf der Suche nach innerer Freiheit betrifft, die in dem Vogel schlummernden Fähigkeiten zu wecken, so dass er den Riegel finden und den Käfig öffnen kann. In der Gestalttherapie betrachten wir diese positiven Fähigkeiten als eine Reihe potentieller Gestalten, die sich durch Gewahrsein entwickeln und zur Blüte kommen können. Doch Kafka erinnert uns daran, dass der Hintergrund dieser Gestalten seine Schattenseiten hat: den Käfig nämlich, der den Vogel unablässig verfolgt und sogar über ihn hinauswachsen kann. Psychologisch ausgedrückt: das seelische Verlangen nach Überlegenheit und Kontrolle, das mit zunehmender Reife stärker wird. Zu Hause an meinem schwarzen Brett hängt ein Cartoon, der die Sache auf den Punkt bringt:

Ein Eichhörnchenvater unterrichtet seinen kleinen Sohn. Mit einem breiten Eichhörnchengrinsen sagt er: »Natürlich, mein Kleiner, am Anfang arbeitest du für das Ökosystem. Aber bald schon wirst du herausfinden, wie du das Ökosystem dazu bringst, für dich zu arbeiten.«

Ihr werdet bemerken, dass der Vater sich hier sehr wohl einer latenten Kraft bewusst ist, auf die wir uns immer wieder gefasst machen müssen. Mit anderen Worten: Wie edel unsere Absichten auch sein mögen, wir können nie sicher sein, wo unsere Fähigkeit zur Korruption beginnt.

Aber diese dunkle Seite hat auch ihre Grenzen. Wir spüren, und trotz seines in vieler Hinsicht qualvollen Lebens spürte auch Kafka, dass die Dunkelheit niemals die Fülle unserer Möglichkeiten ans Licht bringt. Wir wissen, was zu tun ist; und wir sagen es unseren Klienten: Sei entspannt, sei innerlich aufmerksam und lasse dich zuversichtlich auf die Risiken ein, die dir wachstumsfördernd erscheinen. Zwar spricht Kafka von spirituellem Wachstum, doch manche seiner Aphorismen geben durchaus praktische Hinweise auch für das seelische Wachstum, wie etwa: Ehrlichkeit sich selbst gegenüber (»Man lügt möglichst wenig nur, wenn man möglichst wenig lügt, nicht wenn man möglichst wenig Gelegenheit dazu hat.«); Freisein von Selbstverherrlichung (»Man darf niemanden betrügen, auch nicht die Welt um ihren Sieg.«); Vertrauen in unser Innenleben (»Der Geist wird erst frei, wenn er aufhört, Halt zu sein.«).

Stephen Schoen (Foto: Horst ter Haar, 2011 im GIK)
Stephen Schoen (Foto: Horst ter Haar, 2011 im GIK)

Ich erinnere mich, als mein Sohn Jeffrey 10 Jahre alt war. Eines Tages kam er, mit einem triumphierenden Gesichtsausdruck ins Haus. Wochenlang hatte er am Rand unserer Terrasse gestanden, auf der obersten Stufe der Treppe, die zur Straße hinführt. Er hatte sich vorgenommen, da runter zu springen, knapp zwei Meter tief, und traute sich nicht. Doch in diesem Moment hatte er es einfach getan, und er erklärte mir wie. Er sagte: »Ich stand da und schaute runter wie sonst auch; und dann habe ich meinen Mut in beide Hände genommen und bin gesprungen.« Sein Geist suchte keinen äußeren Halt mehr; er ließ sich einfach von ihm führen. Inzwischen ist Jeffrey Ende Dreißig, und als einer der besten Kletterer des Landes erklimmt er die steilsten Felswände. Ich habe ihn gefragt: »Ich weiß, dass du eine gute Ausrüstung hast, aber hast du niemals Angst, wenn du auf einem schmalen Grat stehst und links und rechts ein paar hundert Meter in die Tiefe siehst?« »Natürlich habe ich Angst«, sagte er. »Deshalb gucke ich normalerweise nicht nach unten, sondern nach oben.« Das ist immer noch seine Art, seinen Mut in beide Hände zu nehmen und weiterzugehen. Es gibt noch einen Aphorismus von Kafka, in dem es um das innere Ziel im Leben geht: »Von einem gewissen Punkt an gibt es keine Rückkehr mehr. Dieser Punkt ist zu erreichen.«

Hier greift Kafka einige merkwürdige Wahrheiten über die Fülle unseres inneren Lebens auf, nämlich, dass wir damit keine Wahl haben, dass es nicht nur einen Weg gibt (»Es gibt ein Ziel« schreibt er, »aber keinen Weg.«). Das Ziel eröffnet uns einen neuen, unbekannten Raum, deshalb - und hier sind wir mitten in der positiven Bedeutung des Themas dieser Tagung angelangt - eben weil wir uns in diesem noch unbekannten Raum befinden, müssen wir unsere Unsicherheit als einzigen Weg zu innerer Freiheit akzeptieren. Denn alles, was wir positiv wissen können, wird dieser Freiheit zum Hemmnis. Vorhin sagte ich, dass Kafka mit besonders starken persönlichen Hemmnissen konfrontiert war, aber dieser Unterschied zum so genannten 'normalen Leben' ist nur gradueller Natur, und Kafka beklagt sich ja nicht. Jeder hat Probleme. Er schreibt: »Das Negative zu tun, ist uns auferlegt; das Positive ist uns schon gegeben.« Wir lassen das Leben sein, was es ist. Über all unsere Vorstellungen hinaus lassen wir zu, dass es uns begegnet. Dies ist das große Negative, das in der mystischen Tradition als Via Negativa oder als Freiheit vom Gewussten bezeichnet wird. Es verzichtet auf die positiven Gegebenheiten unserer Existenz. In ihm, in diesem Land der Ungleichheit, um mit dem zeitgenössischen englischen Dichter Auden zu sprechen, sind wir frei. Und tatsächlich haben wir in dieser Freiheit keine Wahl, aber nicht so, wie der Drogensüchtig keine Wahl hat, denn dieser sucht den Halt im Geist und flieht in eine ihm vertraute Tröstung. Nein, die Freiheit ohne Wahl, die hier gemeint ist, ist gleichzusetzen mit der Totalität des Gewahrseins, tief verwurzelt im Ursprung allen Gewahrseins, das Kafka als Gott bezeichnen würde. In einem seiner Aphorismen treibt er ein sehr elegantes Wortspiel: »Das Wort 'sein' bedeutet im Deutschen beides: Dasein und Ihmgehören.« Diese Totalität des Gewahrseins kann selbst nicht diskutiert, verglichen oder erklärt werden (obwohl Kafka, wie wir sehen werden, auf seine ethischen Konsequenzen hinweist). Deshalb war er kein Freund der so sehr an Sprache und Erklärungen orientierten Psychoanalyse, die um ihn herum im Entstehen war. Daher sein Aphorismus: »Zum letztenmal, Psychologie!«

Das wär's also zum Thema Psychoanalyse. Wohl aber können wir uns fragen, ob unsere Psychologie, ob Gestalttherapie aus seiner Sicht überhaupt möglich ist. Ich denke schon. Ich glaube, Kafka hätte uns zumindest ein skeptisches Nicken geschenkt. Denn wir teilen sein Bild: »ein Ziel, aber kein Weg«; auch wir wissen um den Wert der metaphorischen Sprache, und auch aus unserer Sicht bringt die therapeutische Arbeit jenseits von Technik und Sprache innere Zuversicht und Selbstliebe hervor, die die Klienten befähigen, ihre Unsicherheit zu akzeptieren. Natürlich kommen unsere Klienten häufig mit Zielen, die ihnen keineswegs als spirituell erscheinen. Zum Beispiel das Ziel, mehr Klarheit zu gewinnen für ihre Zukunftspläne, ihre Beziehung usw. Aber es ist unser eigenes Gespür für die spirituelle Dimension, und zwar sowohl als Individuen als auch als Therapeuten, das es dem Klienten ermöglicht, sich selbst zu entdecken und kennen zu lernen. Erst dadurch, dass wir selbst unseren Mut in beide Hände nehmen und den Sprung in die Ungewissheit wagen, können wir unseren Klienten offen und spontan begegnen und sie so akzeptieren, wie sie sind. Nur so können wir sie auf ihre Blockierungen aufmerksam machen und sie ermutigen, sich auf neue Erfahrungen einzulassen. Und nur durch unsere Solidarität helfen wir unseren Klienten, ihre Blockierungen aufzulösen.

Auch wenn wir als Gestalttherapeuten mit professionellen Problemen konfrontiert sind, brauchen wir Selbstvertrauen und müssen den Sprung ins Ungewisse wagen. Ich weiß nicht genau, wie sich die Situation für Gestalttherapeuten hier in Deutschland darstellt, aber in Amerika ist sie zur Zeit ziemlich unsicher. Andere angesehene Schulen ziehen neue Klienten an und konkurrieren um den therapeutischen Nachwuchs: Kohuts Selbstpsychologie, die Borderlinetheorie nach Masterson, Hypnotherapie, Kognitive Therapie, Verhaltenstherapie, Lösungsorientierte Kurzzeittherapie und nicht zuletzt die Symptombehandlung durch eine Vielzahl psychoaktiver Medikamente. Dazu kommen Neuregelungen innerhalb der Krankenversicherungen, die beträchtliche Einschnitte in der Finanzierung mit sich bringen. Wie können wir angesichts der Anforderungen solcher Gruppierungen ein klares Gespür für unsere eigene Identität bewahren?

Für die finanziellen Probleme gibt es sicherlich keine einfache Lösung, aber sie fordern uns auf, unsere therapeutische Grundhaltung zu überprüfen. Und meine persönliche Grundhaltung hilft mir, Antworten auch für andere Therapierichtungen und -schulen zu finden. Ich glaube, dass sich unser Ansatz - mehr als durch alle theoretischen Unterschiede - durch das Engagement auszeichnet, mit dem wir uns auf unsere Klienten einlassen. Was unseren spirituellen Ansatz ausmacht, ist die Tiefe und Entschlossenheit, die diesem Engagement zugrunde liegen.

Solidarität mit dem anderen und Mitgefühl für den anderen ermöglichen es den Klienten, ihre Unsicherheit als etwas Positives zu erleben. Der Therapeut begleitet sie auf ihrer inneren Reise; und genau das macht den Unterschied aus zu jener Angst, die ich eingangs erwähnte, nämlich der Unsicherheit extremer Isolation.

Auch für Kafka sind Solidarität und Mitgefühl der ethische Ausdruck seines spirituellen Verständnisses, deren besondere Kraft in seinen Einsichten deutlich wird. Er sagt: »Du kannst dich zurückhalten von den Leiden der Welt, das ist dir freigestellt; aber vielleicht ist dieses Zurückhalten das einzige Leid, das du vermeiden könntest.« Er spricht von dem spirituellen Kern, der jedem innewohnt »und gleichzeitig ... allen gemeinsam ist, daher die beispiellos untrennbare Verbindung der Menschen.« Auch die Demut gehört zu dieser Verbindung. Und sie ist »die wahre Gebetssprache, gleichzeitig Anbetung und feste Verbindung.« Richtig verstanden, heißt das: »Das Verhältnis zum Mitmenschen ist das Verhältnis des Gebetes.« Hier führt uns Kafka zu jener Spiritualität der Beziehung, die wir auch in Martin Bubers Ich-Du finden und die unserem Gespür für die therapeutische Beziehung eine unermessliche Tiefe verleiht. Und er fährt fort, wie Buber selbst es hätte ausdrücken können: »das Verhältnis zu sich ist das Verhältnis des Strebens; aus dem Gebet wird die Kraft für das Streben geholt.« Das bedeutet, die offene, demütige Verbindung zwischen Menschen bildet eine Grundvoraussetzung für die eigene innere Entfaltung. Nur diese Art der Verbindung, betont er. Und verblüffenderweise gibt Kafka, dessen Entfremdung von anderen hinlänglich bekannt ist, uns als Gestalttherapeuten mit all seinen Ausführungen über zwischenmenschliche Verbindungen deutliche Hinweise, vor allem dann, wenn wir nur unsere technischen Fähigkeiten im Auge haben und das einzige Ziel der Therapie in der wachsenden Zuversicht und Selbstbehauptungsfähigkeit des Klienten sehen. Denn dann sind wir auf geradezu groteske Weise in Berührung mit dem anderen und fallen unserer eigenen Machtgier ebenso wie der unserer Klienten zum Opfer. Auf einer Tagung der Milton-Erickson-Foundation letzten Dezember in Amerika hörte ich einige - sehr witzige - Aussagen von Klienten, die als Anzeichen geringer Selbstbehauptung gewertet wurden. Eine davon lautete »Ich kann jetzt all die verschiedenen Facetten meines Seins bejahen und zum Ausdruck bringen, unabhängig von der Rechtslage.« Und eine andere »Je mehr ich mich von meinen Schuldgefühlen befreie, desto besser komme ich in Kontakt mit meinem inneren Psychopathen.« Nein, nein das entspricht nicht unserem Ziel in der Gestalttherapie!

Kafkas »wahrer Weg« jedoch führt uns immer ein Ziel vor Augen, mit dem wir übereinstimmen können, nämlich ein komplexes Bild der Polaritäten, wie wir Gestalttherapeuten es ausdrücken, die in einer geheimnisvollen Balance schweben: Spontaneität ohne Narzissmus; eine Leidensfähigkeit, die uns den Raum für die Freude nicht nimmt; innere Sicherheit, die es uns ermöglicht, nach dem Unbekannten zu suchen. Wie kommen wir dahin, - wenn diese Balance nicht wesentlich zu unserer Natur gehört? Denn wenn wir uns Eltern vorstellen, die in unserer Kultur fragmentierter Familienstrukturen Kinder bekommen haben, dann stoßen wir auf eine weitere Polarität, ein fast schon bitteres Paradox des Menschseins: Je kleiner ein Kind ist und je weniger Gelegenheit seine Eltern hatten, zu erfahren, was es heißt, gute Eltern zu sein, desto größer ist seine emotionale Empfindlichkeit. Erst während das Kind mehr und mehr lernt, sich innerlich zu schützen, lernen die Eltern, diesen Schutz gar nicht erst notwendig werden zu lassen.

Und doch ist dieses Paradox andererseits nicht nur bitter. Kafka selbst, der schon als Kind unter Angst, Verlust und Verwirrung litt und dem es nie gelang, dieser Bedrohung ganz zu entwachsen, führt uns zu einer tiefen Weisheit. Wie kam er dahin - wenn diese Weisheit nicht wesentlich zu seiner Natur gehörte? Wir dürfen ihm dankbar sein, dass er dieses Credo, das uns als Gestalttherapeuten heilig ist, mit neuer Tiefe bestätigt hat, unser Credo, dass sich nämlich alles in der Gegenwart vollzieht. Gibt es, um einen traditionell religiösen Begriff zu gebrauchen, irgendwann einmal ein Jüngstes Gericht für unsere Unzulänglichkeiten? Wohl kaum. Er schreibt: »Eigentlich ist es ein Standrecht.« Sind wir irgendwann einmal aus dem Paradies vertrieben worden? Vielleicht nicht. Denn die Vertreibung bringt ein alltägliches Problem zum Vorschein, mit dem wir dort zu tun haben: unsere Faulheit, unsere Ungeduld, unseren Neid usw., so dass wir vielleicht »tatsächlich dort dauernd sind, gleichgültig ob wir es hier wissen oder nicht.« Doch wie könnten wir das in unserer Gegenwart auch wissen? Was könnten wir dafür tun, was müssten wir tun? Es ist ein Streben, wie er sagt, wenn er über die innere Offenheit spricht, aber ein Streben ohne Tun. Hier sein letzter Aphorismus:

»Es ist nicht notwendig, dass du aus dem Hause gehst. Bleib bei deinem Tisch und horche. Horche nicht einmal, warte nur. Warte nicht einmal, sei völlig still und allein. Anbieten wird sich dir die Welt zur Entlarvung, sie kann nicht anders, verzückt wird sie sich vor dir winden.«

Die Gegenwart trägt das Paradies in sich selbst und entfaltet sich als Fülle und Erfüllung, jenseits der bekannten Sicherheiten, jenseits von allem Wissen, wenn es uns gelingt, wie er sagt, »völlig still« zu sein.

Ich habe hier nur einige von Kafkas Aphorismen vorgestellt, aber ich hoffe, dass ihre Bedeutung für uns, die wir nach einer neuen Tiefe in der Gestalttherapie suchen, deutlich geworden ist. Viele von Kafkas Aphorismen drücken sein selbst empfundenes Unglück aus, seinen Überdruss im Kampf mit den Schwierigkeiten des Lebens. Zum Abschluss möchte ich noch kurz auf zwei Bilder eingehen, die sich an anderer Stelle bei Kafka finden und die zwei Seiten seines eigenen Lebens zum Ausdruck bringen: hilflose Destruktivität auf der einen Seite, der Seite dessen, was er wusste, und auf der anderen ein unerschütterliches Vertrauen in das Unbekannte. Das erste Bild, das Beziehung nicht als Gebet, sondern als Terror beschreibt, stammt aus einer Notiz, die sich in dem Band Hochzeitsvorbereitungen auf dem Lande findet.

»Ich war der Figur gegenüber wehrlos, ruhig saß sie beim Tisch und blickte auf die Tischplatte. Ich ging im Kreis um sie herum und fühlte mich von ihr gewürgt. Um mich ging ein Dritter und fühlte sich von mir gewürgt. Um den Dritten ging ein Vierter herum und fühlte sich von ihm gewürgt. Und so setzte es sich fort bis zu den Bewegungen der Gestirne und darüber hinaus. Alles fühlte den Griff am Hals.«

Hier haben wir es mit einem Alptraum zu tun, mit einem Bild totaler Enge und kosmischer Gewalt. Und doch zeigt Kafka uns auch ein anderes Bild, eines voller Licht, Zuversicht und Freude. Hier sein kurzes Stück mit dem Titel Das Ziel:

»Ich befahl, mein Pferd aus dem Stall zu holen. Der Diener verstand mich nicht. Ich ging selbst in den Stall, sattelte mein Pferd und bestieg es. In der Ferne hörte ich eine Trompete blasen, ich fragte ihn, was das bedeute. Er wusste nichts und hatte nichts gehört. Beim Tore hielt er mich auf und fragte, »Wohin reitest du, Herr?« »Ich weiß es nicht«, sagte ich, »nur weg von hier, nur weg von hier. Immerfort weg von hier, nur so kann ich mein Ziel erreichen.« »Du kennst also dein Ziel?« fragte er. »Ja«, antwortete ich, »ich sagte es doch: 'Weg-von-hier', das ist mein Ziel.« »Du hast keinen Essvorrat mit«, sagte der Diener. »Ich brauche keinen«, sagte ich, »die Reise ist so lang, dass ich verhungern muss, wenn ich auf dem Weg nichts bekomme.

Kein Essvorrat kann mich retten. Es ist ja zum Glück eine wahrhaft ungeheure Reise.« [»Weg-von-hier« ist hier als ein Wort geschrieben, um »ein Ziel« zu beschreiben.]

Kafka gibt uns hier eine Parabel für die Gegenwart als der Erkundung des Ungewissen. »Der Diener«, ein äußerer Halt, »hörte und verstand nichts«; er ist das vertraute Hier, d.h. in alte Gewohnheiten verstrickt. Doch der Mann hört; das Erschallen der Trompete fordert noch einmal seine Aufmerksamkeit - und er handelt. Mit der Kraft seines Pferdes verbunden, strebt er dem unbekannten »Weg von-hier« entgegen, dem heraklitischen, ewig sich verändernden Fließen des Jetzt. Und er vertraut auf sich selbst. Allen Gefahren zum Trotz sagt er jubelnd »Zum Glück«.

Über all seine dunklen Visionen hinaus erkannte Kafka, dass dieses Vertrauen und diese Unsicherheit integrale Bestandteile unserer inneren ungeheuren Reisen sind. Nur in ihnen findet unser unruhiges, ewig bedürftiges menschliches Herz eine Antwort.

 

Sechzehn Aphorismen von Franz Kafka

Die Aphorismen sind in der Reihenfolge ihres Auftretens in meinem Vortrag aufgelistet. Die Zahlen in Klammern beziehen sich auf Kafkas eigene Nummerierung wie sie nach seinem Tod in seinen Aufzeichnungen gefunden wurden. Diese Aphorismen wurden, zusammen mit anderen Werken, unter dem Titel Hochzeitsvorbereitungen auf dem Lande veröffentlicht. Wann sie geschrieben wurden, ist nicht bekannt, und ein von Kafka selbst gewählter Titel existiert nicht. Für die Veröffentlichung wurden sie nach ihrem Inhalt benannt: Betrachtungen über Sünde, Leid, Hoffnung und den wahren Weg. Die vollständige Sammlung enthält 109 Einträge.

Die 16 von mir ausgewählten Aphorismen beleuchten vor allem den Aspekt des wahren Weges. Um den Gang meiner Überlegungen nicht zu unterbrechen, werden in meinem Vortrag einige Aphorismen nur in Auszügen zitiert. Die folgende Auflistung enthält jedoch die vollständigen Versionen. Zwei Aphorismen, Nr. 26 und Nr. 109, erscheinen bei Kafka in zwei eigenständigen Abschnitten. Bei diesen habe ich nur die von mir verwendeten Zitate aufgeführt.

1. Der wahre Weg geht über ein Seil, das nicht in der Höhe gespannt ist, sondern knapp über dem Boden. Es scheint mehr bestimmt, stolpern zu machen, als begangen zu werden. (1)

2. Ein Käfig ging einen Vogel suchen. (16)

3. Man lügt möglichst wenig nur, wenn man möglichst wenig lügt, nicht wenn man möglichst wenig Gelegenheit dazu hat. (58)

4. Man darf niemanden betrügen, auch nicht die Welt um ihren Sieg. (53)

5. Der Geist wird erst frei, wenn er aufhört, Halt zu sein. (78)

6. Von einem gewissen Punkt an gibt es keine Rückkehr mehr. Dieser Punkt ist zu erreichen.

7. Es gibt ein Ziel, aber keinen Weg; was wir Weg nennen, ist Zögern. (26)

8. Das Negative zu tun, ist uns noch auferlegt; das Positive ist uns schon gegeben. (27)

9. Das Wort »sein« bedeutet im Deutschen beides: Dasein und Ihmgehören. (46)

10. Zum letztenmal, Psychologie! (93)

11. Du kannst dich zurückhalten von den Leiden der Welt, das ist dir freigestellt und entspricht deiner Natur; aber vielleicht ist dieses Zurückhalten das einzige Leid, das du vermeiden könntest. (103)

12. Das Unzerstörbare ist eines; jeder einzelne Mensch ist es und gleichzeitig ist es allen gemeinsam, daher die beispiellos untrennbare Verbindung der Menschen. (70)

13. Die Demut gibt jedem, auch dem einsam Verzweifelnden, das stärkste Verhältnis zum Mitmenschen, und zwar sofort, allerdings nur bei völliger und dauernder Demut. Sie kann das deshalb, weil sie wahre Gebetssprache ist, gleichzeitig Anbetung und feste Verbindung. Das Verhältnis zum Mitmenschen ist das Verhältnis des Gebetes, das Verhältnis zu sich das Verhältnis des Strebens; aus dem Gebet wird die Kraft für das Streben geholt. (106)

14. Nur unser Zeitbegriff lässt uns das Jüngste Gericht so nennen, eigentlich ist es ein Standrecht. (40)

15. Die Vertreibung aus dem Paradies ist in ihrem Hauptteil ewig: Es ist also zwar die Vertreibung aus dem Paradies endgültig, das Leben in der Welt unausweichlich, die Ewigkeit des Vorganges aber (oder zeitlich ausgedrückt: die ewige Wiederholung des Vorgangs) macht es trotzdem möglich, dass wir nicht dauernd im Paradies bleiben könnten, sondern tatsächlich dort dauernd sind, gleichgültig ob wir es hier wissen oder nicht. (64)

16. Es ist nicht notwendig, dass du aus dem Hause gehst. Bleib bei deinem Tisch und horche. Horche nicht einmal, warte nur. Warte nicht einmal, sei völlig still und allein. Anbieten wird sich dir die Welt zur Entlarvung, sie kann nicht anders, verzückt wird sie sich vor dir winden. (109)

 

Anmerkung

*) Dieser Vortrag wurde von Stephen Schoen gehalten auf der Tagung der Deutschen Vereinigung für Gestalttherapie (DVG) in Hermannsburg im Mai 1998. Er ist zuerst erschienen in: Gestalttherapie, Heft 2/1998, S. 15 - 23

Praxisadressen von Gestalttherapeuten/-innen

Stephen Schoen (Foto: Horst ter Haar, 2011 im GIK)
Stephen Schoen (Foto: Horst ter Haar, 2011 im GIK)

Stephen Schoen, MD, 1924, Psychiater und Gestalttherapeut in freier Praxis in San Rafael/Kalifornien. Zu seinen Lehrern gehörten Fritz Perls, Harry Stack Sullivan, Milton Erickson und Gregory Bateson, mit dem ihm eine Freundschaft verband. Er lehrt seit vielen Jahren Gestalttherapie in den USA und in (Ost-) Europa. Zahlreiche Fachartikel zur Theorie und Praxis der Gestalttherapie.

In der Edition des Gestalt-Instituts Köln sind erschienen: "Wenn Sonne Mond Zweifel hätten: Gestalttherapie als spirituelle Suche", "Greenacres: Ein Therapieroman" und "Die Nähe zum Tod macht großzügig: Ein Therapeut als Helfer im Hospiz" In Kölner Verlag EHP erschien außerdem: "Geistes Gegenwart: Philosophische und literarische Wurzeln einer weisen Psychotherapie".

Bitte beachten Sie auch die zahlreichen Beiträge des Autors in unserer Zeitschrift "Gestaltkritik" (alle Texte in voller Länge online).

 

Der obige Vortrag ist zuerst erschienen in: Gestalttherapie, Heft 2/1998, S. 15 - 23. Wir danken dem Autor für die freundliche Genehmigung der Veröffentlichung an dieser Stelle.

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