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Heidi Schoeller
Ästhetik und Anmut in der gestalttherapeutischen Arbeit
Von der "kultivierten Unwissenheit", von der Öffnung und vom dritten Stuhl


Aus der Gestaltkritik

Gestaltkritik - Die Zeitschrift mit Programm aus dem Gestalt-Institut Köln
Gestaltkritik (Internet): ISSN 1615-1712

Themenschwerpunkte:

Gestaltkritik verbindet die Ankündigung unseres aktuellen Veranstaltungs- und Weiterbildungsprogramms mit dem Abdruck von Originalbeiträgen: Texte aus unseren "Werkstätten" und denen unserer Freunde.

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Praxisadressen von Gestalttherapeuten/-innen

  Hier folgt der Abdruck eines Beitrages aus der Gestaltkritik (Heft 1-2005):

Heidi Schoeller
Ästhetik und Anmut in der gestalttherapeutischen Arbeit
Von der "kultivierten Unwissenheit", von der Öffnung und vom dritten Stuhl

 

Foto von Heidi Schoeller, (c) Hilde Zemann(c) Hilde Zemann

 

In unserer Zeitschrift sind bereits drei weitere Beiträge von Heidi Schoeller erschienen:

Der Herausgeber

 

Eigentlich bin ich ein anderer
Mensch, ich komme nur nie dazu. (Nestroy)

Es fing, wie immer, ganz harmlos an: eine kurze Sequenz in einer Einzelsitzung hatte mich nicht nur berührt, sondern eine so nachhaltige Freude in mir geweckt, dass ich sie weitertragen musste zum Erhard mit der anschließenden Bemerkung "das war richtig ästhetisch!" Dieser Begriff an dieser Stelle erstaunte mich, wir spielten ein wenig damit herum, ergänzten es durch "Anmut" und fanden das Ganze dann rätselhaft genug, um es zum Tagungsthema zu machen.

Zunächst hatte es eine ganz beschwingende Wirkung auf mich - Vorfreude auf's Schnüffeln und Schnobern begann sich zu regen, und ich suchte und fand Anregendes in Büchern und Artikeln. Bis in den Mai hinein hielt mein Wohlbehagen an.

Anfang Juni habe ich dann notiert: "Ich wollte, der Vortrag wäre fertig! Habe noch herumgelesen, und mein Hirn ist immer leerer geworden. Ich verstehe das Thema gar nicht mehr! Es ist doch alles öde - das viele Rumlesen ist richtig peinlich. Wenn ich in meinem Leben nicht so viel rumgetrödelt hätte, wüsste ich das alles längst und könnte das Ganze in ein paar Stunden einfach so runter schreiben. Monatelanges Spicken bei anderen - das kann man doch niemandem erzählen - peinlich - da merkt doch jeder, dass man keine Ahnung gehabt hat! Wo könnte ich schon sein, wenn ich mich all die Jahre nur ein bisschen am Riemen gerissen hätte!"

Ja, und diesem Anwurf, dass ich längst schon alles hätte wissen müssen, folgte dann der Vorschlag, wenigstens diskret damit umzugehen und diese Peinlichkeit nicht noch begeistert auszuposaunen. Mit meiner Begeisterung über meine Entdeckungen würde ich ja geradewegs mit dem Finger auf meine Unwissenheit und meine Beschränktheit zeigen.

Und das stimmt! Dem ist nichts hinzuzufügen - außer, dass ich diesen Vortrag dann "cool" und mit Abstand zu meinen Erfahrungen - vielleicht abgestanden ? - hätte fassen müssen:

Ich könnte dann beispielsweise nicht berichten, wie freudig überrascht und richtig ein bisschen erregt mich die Herleitung des Begriffes "Ästhetik" vom griechischen "Aísthesis" hat, das nämlich Wahrnehmung, Empfindung und Sinneserkenntnis bedeutet. Im "Kluge" (Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache, S.66) heißt es: "Das Wort ist entlehnt aus gr. aisthetikós "das Wahrnehmbare (aisthesós) betreffend".

In Meyers Neuem Lexikon gibt sich in Band 1 gar das gesamte "Who-is-Who" der Geistesgeschichte ein Stelldichein unter dem Stichwort "Ästhetik". - Oder wie mich das Prozesshafte der Erklärung von "Anmut" im "Kluge" begeistert hat: es leitet sich vom mittelhochdeutschen anemout her, vom "was in den Sinn kommt, Verlangen" und ist vermutlich eine Rückbildung aus anemouten - "begehren", wobei es später "nicht mehr eine Empfindung des wahrnehmenden Subjekts, sondern eine Eigenschaft des wahrgenommenen Objekts" (S. 46 f.) wurde.-

Im Deutschen Universitätswörterbuch/Duden wird "anemout" als Vergnügen, Lust verstanden und anmutig als Verlangen oder Lust hervorrufend ( S. 116).

- In aller Arglosigkeit waren wir also auf eine reiche Mine gestoßen, in der es endlos zu schürfen gibt. Die Frage "wie bin ich in der Welt" schimmert wie ein seidiger Opal . -

Und darüber hinaus könnte ich nicht erzählen, wie sehr mich das Lesen und Finden und Denken überhaupt beschwingt hat, mit welcher Leidenschaft ich in den für mich außerordentlich kostbaren und so schwierig geschriebenen Büchern über die "Atombombe" und den "Drachenkampf" von Giegerich mit Fremdwörterbuch bewaffnet um Verstehen gerungen habe. - Meine Assimilationsvorrichtungen sind teilweise auf Hochtouren gelaufen! -

Und dann das! -

Was war denn eigentlich passiert?

Als ich fand, dass ich genug gereist war, habe ich alles zusammengetragen, habe markiert und notiert, was mich bewegt hatte und wollte langsam mit dem Zuordnen und Gliedern beginnen - und bekam einen Heidenschrecken: von mir unbemerkt war über Nacht etwas mit dem "Material" passiert. Mich packte derselbe Schrecken wie früher, wenn ich am Strand wunderschöne Muscheln und Steine, feucht schimmernd in geradezu überirdisch schönen, zarten und doch tief kraftvollen oft sehr kontrastreichen Farben, gesammelt hatte - ich war, und bin es heute noch, wirklich verzaubert - und meine Schätze dann zu Hause auspackte: Die Farben waren verschwunden, sie waren in der kurzen Zeit wie ausgewaschen oder ausgeblichen zu blassen, manchmal kaum voneinander zu unterscheidenden Zeichnungen. Genauso kamen mir meine Notizen vor, alles Empfinden von Fülle war dem von Dürre gewichen.

Ich konnte bei diesem Erleben gar nicht verweilen, konnte es kaum erkennen oder gar erforschen - schon kam im Sturzflug der alte Geier, mein Über-Ich, angeschossen und beschimpfte mich wie oben beschrieben. Er ist wirklich skurril, und ich glaube, wenn ich gestorben bin, schleudert er mir als letzten größenwahnsinnigen Satz noch hinterher: "Wenn du richtig gelebt hättest, wärest du nicht gestorben!"

Ja, was war denn eigentlich wirklich passiert?

Es war nicht mehr und nicht weniger geschehen als das, was Buber beschreibt, wenn er sagt: "Jedes Du muss in unserer Welt zum Es werden." Und Stephen Schoen beschreibt "die Es Welt: (als) die Welt all dessen, was sich ansammeln kann und sich ansammelt: Dinge, Erfahrungen, gute Absichten - und schlechte ... mit Bubers Worten: ‚die Welt in Raum und Zeit'. Und natürlich ist diese Welt für uns unentbehrlich."

(S. Schoen, S.113) Um es in der Gestaltsprache auszudrücken: wenn die Gestalt geschlossen ist oder wird, dann wird alles Figürliche zum Hintergrund und wird nicht mehr mit allen Sinnen erlebt. Und so war es gewesen: die Gestalt der ersten Entdeckungsphase war abgeschlossen und die nächste Welle begann: der Entschluss, nun mit dem Schreiben zu beginnen, wuchs, wollte mich in Kontakt mit dem Laptop bringen und ließ meinen Blick ordnend zunächst aus der Ich-Es Haltung schauen. -

Mit Buber hatte ich also "die erhabene Schwermut unseres Loses" (S. Schoen, S. 113) erfahren, aus dem funkelnden Schatz des Ich-Du Erlebens auf der Entdeckungsreise Teil 1 war die nüchterne Dürre der gesammelten Es-Welt geworden - und mein Über-Ich hatte sich diesen Wandel geschnappt, bevor ich seiner gewahr wurde, und seinen Schabernack mit meinen Empfindungen getrieben.

 

Die erste Welle: Die Begegnung mit dem Ästhetischen.

Jetzt kommt die Therapiesitzung wieder in den Vordergrund, mit der alles begonnen hat: Herr H. kommt seit drei Monaten zu mir. Er ist Lehrer und arbeitet seit dem letzten Schuljahr an einer neu eröffneten Schule. Der Direktor, der zur Zeit seiner Bewerbung noch nicht bestimmt war, ist deutlich jünger als er, sehr ehrgeizig und karriereorientiert. Das Kollegium ist im Schnitt sehr viel jünger als Herr H. Er fühlt sich an dieser neuen Schule überhaupt nicht wohl. An seiner alten Schule hatte er sich sehr geborgen gefühlt, wie in einem "Nest", und gleichzeitig hatte er das dringende Bedürfnis nach Veränderung gehabt. -

In dieser Sitzung schimpfte und jammerte er sehr über den Direktor, fühlte sich weder gesehen, noch seiner Leistung entsprechend gewürdigt.

Er saß nach rechts gebeugt, etwas hängend im Sessel. Ich saß ihm gegenüber, fühlte mich wach und war wohlwollend leer und ungerichtet interessiert und stellte unterstützende Gewahrseins- und Erforschungsfragen. Herr H. nahm meine Fragen auf: er begann zu beschreiben, was er tat und was er empfand. Dabei richtete er sich mit einer sanften Bewegung auf und beschrieb, wie er den Direktor mies findet, ihm nicht zuhört, ihm die Position nicht gönnt, und er beschrieb seine Empfindungen von Unmut, Ärger und Zorn und bewegte seine Arme dazu. Plötzlich entspannte er sich, sein Gesicht wurde rosig, die Augen fingen an zu glänzen, und er beschrieb, wie in ihm Traurigkeit sich ausbreitete und aufstieg, und er sagte: "Ich kann Einsamkeit spüren, meine und ich glaube auch seine." In mir breitete sich Wärme aus, und ich war tief berührt, wie er das so ganz schlicht und bewegt sagte.

Dieser Prozess vom sanften Aufrichten über die kleine Entspannungsbewegung - als würde er etwas loslassen - , sein leichtes Erröten, der Glanz in seinen Augen bis zu seiner klaren, einfachen Benennung war so schlicht und schön, dass mir das Wort "ästhetisch" dazu gekommen ist. Der Raum in mir war weit geworden währenddessen, Wärme hatte sich ausgebreitet, Freude und Begeisterung - ich war richtig angemutet.

Und es ist Buber's Satz: "Der Mensch wird am Du zum Ich" (s. S. Schoen, S. 112), der mir einfällt. Die Hinwendung zum Gegenüber, zu seinem Direktor als Du, öffnet Herrn H., und indem er sein Erleben beschreibt, berührt er genau so öffnend mich. -

Seine Einsamkeit und sein Wunsch nach Selbstständigkeit werden zu wichtigen Themen in den folgenden Sitzungen. -

Der Begriff "Ästhetik" tauchte auf in einer Situation von Bezogenheit, von Verbindung, von Ich-Du.-

 

Die zweite Welle: Die Phänomene und die Grundhaltung.

In den ersten Wochen arbeitete ich mich wieder einmal durch die zwei von mir so geschätzten Bücher von Wolfgang Giegerich: "Die Atombombe als seelische Wirklichkeit" und "Drachenkampf oder Initiation ins Nuklearzeitalter".

Giegerich durchpflügt riesige Zeiträume unserer Geistesgeschichte, und was ich für diesen Vortrag aus seinem gewaltigen Schatz nutzen möchte, ist seine Herausarbeitung der Bedeutung und Wirkung von Haltung und Perspektive des Empfängers für Qualität und Umfang der Erfassung von Phänomenen, d.h. Giegerichs Anmerkungen zur Grundhaltung und zur Art der Bezogenheit zur Welt und dem daraus folgenden Gewicht der Phänomene.

Im Vorwort zum "Drachenkampf" schreibt er: "Wir sind nicht in die Wahrheit unserer Zeit initiiert" (S.7). Und er versucht, "ganz allgemein das Geschehen der (abendländischen) Geschichte im ganzen als eine "Umstülpung des Seins" zu begreifen: die "schrecklichen" (numinosen, d.h. göttlich in der Art des Numinosen, das ist die Bezeichnung des Göttlichen als einer unbegreiflichen, zugleich Vertrauen u. Schauer erweckenden Macht; Duden Bd. 5,1966, S. 483), aus der offenen Weite des Ungeheuren" ins menschliche Dasein hereinfallenden "Blicke des Seins" (denen sich das urtümliche Menschentum ausgesetzt sah und dem es sich auch rituell bewusst aussetzte, weil nur jenes Hereinblickende den Sinn seiner Existenz begründete) wurden immer mehr "nach innen", in einen "rings umzingelten Innenraum" geschafft" (S.8).

Und ich möchte weiter Giegerich in seiner ganz eigenen Sprache zitieren: "Mit der Umstülpung des Seins ist die Frei-zeit ausgebrochen. Zeit ist der Affizierungscharakter des Seins, für die Schrecklichkeit des Schreckens oder für den Geist, den "großmächtigen Merkurius". Frei-zeit heißt demnach weniger: Zeit, während der man frei ist, als vielmehr das Freisein von der Zeit und ihrer bindenden Gewalt, dadurch, dass sie, das heißt der "Weltgeist", gefangen gesetzt ist und gefangen gehalten wird. Die Frei-zeit ist die ferngehaltene, die totgeschlagene, die vertriebene oder von uns gestaltete Zeit - im Unterschied zu jener Zeit, die uns anfällt wie ein wildes Tier.

Jene Zeit hatte die Struktur des Jeweiligen, der qualitativ bestimmten Augenblicke oder Weilen: Krieg, Hungersnot, das Jahr der Pest, Festtag, Hochzeit, Feierabend, Erntezeit usw. Aus jeder qualitativ bestimmten Weile blickte der "Geist" in unser Dasein herein, der schreckliche Kriegsdämon, die Macht des Hungers..." (S. 122). Und er macht deutlich, dass "jede Zeit ... ein in sich geschlossenes Einiges war" eben als (unterstr. von mir) das "uns anspringende phainómenon", ... "Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft in einem. Ihr Anfall- und Zumutungscharakter barg dreierlei in sich: einen bindenden oder zwingenden Anspruch an uns (Gegenwart), den leuchtenden Vor-schein seiner Bildgestalt (des "Was" oder ihres "Wesens": Gewesenheit) und die Ankunft (Zukunft) der Wahrheit (d.h. des Sinns, der Tiefe und Abgründigkeit), die sie selbst war"(S. 121).

Dieser Wechsel, den Giegerich die Umstülpung des Seins nennt, ist die Befreiung vom Angesprungenwerden durch die Phänomene, die Befreiung von der "ursprünglichen Aggressivität des Seins", die bestimmt war "nur durch die Gleichzeitigkeit seiner Momente, nur dadurch, dass der Vorschein auch die Wahrheit und die Wahrheit auch das Selbstverständliche, das zwingende Bindende war". Der Erwerb der "Selbstbehauptung des Eigen-sinns" (S.121) hat Folgen - sicher erwünschte und froh begrüßte - denn "sobald (aber) der schöne Schein, das Wahre und das Gute voneinander isoliert werden können, wird der Mensch nicht mehr unerbittlich von dem Blitzstrahl des hereinblickenden Phänomens getroffen" (S.121). Das Einige ist in das Gute, das Wahre und das Schöne zerfallen, in die drei "Zerfallsprodukte" Moral, Ästhetisches und Metaphysisches.

Wie steht es nun aber um unsere Erkenntnismöglichkeit in der Befreiung, im Eigen-sinn, im Selber-Blicken, über das Giegerich in seinem ersten Buch "Die Atombombe" schreibt, dass in ihm, dem Selber-Blicken, der Mensch als Betrachter der Ausgangspunkt ist in einer "Grundstellung", in der das Ich "all sein Sein von dem Selber-Blicken abhängig gemacht hat" (S.136 f.). Im Selber-Blicken, im Eindringen ins Innere der Natur erschließt sich uns jedoch nicht das Wesentliche, das Wesen der Phänomene, weil sie dabei "zerfällt" werden, ihr "in sich geschlossenes Einiges" einbüßen. Im Suchen und Eindringen des Selber-Blickens sieht Giegerich gerade die "Abwehr der Ankunft, die Verhütung der Empfängnis" (S.137).

Denn: erst "wo der Mensch a priori sein Wesen darin hat, den Gast zu empfangen, vom Blitz getroffen, vom Pfeil verwundet zu werden, da wird auch die ‚Bestürzung' durch die Hereinblickenden (Phänomene, Anm. von mir) das Bewusstsein nicht vernichten, sondern erleuchten (Hervorhbg. v.m.)" (S. 137). Diese Grundstellung erkennt den "Phänomenen die Aktivität und Spontaneität des blitzeschleudernden ‚Subjekts' zu... und begreift das Sein des Menschen als Rezeptivität" (Giegerich, Atombombe, S. 136 f.). Dann wird "jede Erfahrung einer Ankunft des Blitzes..., über den spezifischen Gehalt der Erfahrung hinaus, in unterschiedlichem Maße auch die Aufforderung zur Initiation in die Grundstellung der Ankünftigkeit des Seins und der Verwundbarkeit des Menschen" (S.137).

 

Die dritte Welle: Erfahrungen in der gestalttherapeutischen Grundhaltung.

Giegerich ist Jungianer, seine kraftvolle Sprache erreicht mich tief dort, wo ich auch berührt bin, wenn wir von der Grundhaltung in unserer Arbeit sprechen, von der Haltung im Gewahrsein, in der Präsenz.

Es ist der Ort, den Hunter Beaumont beschreibt als "mehr zu lieben, was ist, als das, was ich glauben möchte" (Interview Gestalttherapie und Seele, S. 13).

Joseph Zinker spricht von "makelloser Disziplin und freudiger Neugier, um bei dem Prozess eines anderen Menschen zu bleiben, .... und von ästhetischer Anerkennung, von der Achtung für die ästhetische Natur des Klienten als ein einzigartiges Individuum, das sich ... durch Raum und Zeit

... anmutig Schritt um Schritt in seinem Prozess fortbewegt." (Zinker, S. 22 f.)

In dieser Haltung "gehen wir (dem Klienten) nicht voran, ... klemmen wir ihn nicht ab mit halbausgeformten Erklärungen oder Hinweisen" (Zinker, S. 23), sondern wir bleiben, wie Hunter Beaumont sagt, in dieser "Art des Nichtstuns, wo wir sind, zentriert, berührt vom anderen als dem anderen in der dialogischen Begegnung. Die Wirkung des Berührens und Berührtwerdens wird sichtbar." Und zwar in "öffnenden und schließenden Bewegungen der Seele", die "man fühlen (kann). Man kann ihr nachgehen und feststellen, wann und wodurch die Seele sich öffnet, so dass wir ein Gefühl von Weite haben, von Lebendigkeit, vielleicht auch Verletzlichkeit oder Offenheit". Und er bezeichnet die Bewegungen der Seele als sinnliche Erfahrung.

Um solche Erfahrungen machen zu können, müssen wir in einer bestimmten Haltung sein.

Das meint Buber, wenn er davon spricht, dass das Ich der Ich-Du-Beziehung ein anderes ist als das der Ich-Es-Beziehung, in der das Ich ein "messendes und beurteilendes" ist. Die Begegnung dagegen ist die "Wiege des wirklichen Lebens".

Barry Stevens nennt Erfahrungen in dieser Haltung als "wirkliche" Erfahrungen, in denen kein Denkprozess weiterläuft. Sie beschreibt so einen Prozess in einer Erzählung von einem Chilenen: Der junge Mann war in seinem Land von der Polizei aufgegriffen und in ein Gefängnis geworfen worden, in dem er Folterung und Tötung von Mitgefangenen mit ansehen musste. Eines Tages packten sie ihn, fesselten ihm die Hände, verbanden ihm die Augen und warfen ihn in einen Omnibus. Er rechnete sicher mit seiner Tötung und "ihm schwand auch die geringste Hoffnung - und er erlebte in diesem Moment den wunderbarsten Seelenfrieden. Wahre Seligkeit. So etwas hatte er noch nie zuvor erlebt." Als Denkprozess, der normalerweise in dem, was wir "hoffnungslos" nennen, weiterläuft, bezeichnet sie den Zustand von Hoffnung und gleichzeitiger Überzeugung, dass diese sich nicht erfüllen werde.

Die Hoffnungslosigkeit kann auf diese Weise "nie zur Vollendung gelangen. Ich lasse mich nicht völlig von ihr ergreifen. Wenn ich hingegen vollkommen hoffnungslos bin, tritt eine Änderung ein" (B.Stevens, S.44).

Und es ist unmöglich, an dieser Stelle nicht an Arnold Beisser zu denken, an seine erschütternden Erfahrungen und an die für unsere Arbeit so fruchtbaren Entdeckungen, die er dabei macht. Wir kennen die Beschreibung seiner Schlüsselerfahrung in "Wozu brauche ich Flügel", die für ihn der Beginn eines neuen Weges bedeutet. Beisser beschreibt darin, wie er - in der eisernen Lunge liegend - in einem Zustand von Hoffnungslosigkeit stundenlang durch die geöffnete Tür den Flur entlang schaut, in der Erwartung von etwas oder jemanden. Nichts geschieht, und er schreibt dann: "Meine Verzweiflung erreichte einen Höhepunkt, und ich hatte das Gefühl, sie nicht länger ertragen zu können. Dann, langsam, begann ich, den Korridor auf eine andere Art zu betrachten; ich bemerkte nach und nach Unterschiede, Schattierungen von Grau und Schwarz, Licht und Schatten. Die Türen an den Seiten des Korridors bildeten subtile geometrische Muster, die dadurch zustande kamen, dass sie mehr oder weniger offen standen. Ich fing an, aufmerksam zu schauen und diese Szene zu bestaunen. Sie wirkte nun überraschend schön auf mich. Meine Wahrnehmung hatte gewechselt, meine Augen schienen auf wunderbare Weise erfrischt. Dieses Erlebnis war vollständig und ganz." (Beisser, S.12) Er schreibt später, dass er im weiteren, langen Verlauf seines Krankenhausaufenthaltes anfing, mit dieser Erfahrung im Hintergrund zu experimentieren.

Er betrachtete jeden dieser Augenblicke, als sei er "neu", und er ließ sich von kleinen Details "in Anspruch nehmen", und er empfand eine Freude, "schöpferisch zu leben" und sich so ein "Leben angesichts jeglichen Unglücks aufzubauen". Er schreibt:

"Ich begann, über meinen Lebenszweck in künstlerischer Weise nachzudenken, indem ich die Welt mit den Augen eines Künstlers betrachtete. Jetzt waren die Konzepte für mich nicht länger abstrakt. Sie verkörperten vielmehr die Konzepte von Schweizer und Buber - "Ehrfurcht vor dem Leben" und "Ich und Du". ... Ich wollte ein Künstler sein und mein Leben schöpferisch leben" (Beisser, S. 75).

Sich dem Phänomen so radikal auszuliefern heißt, empfänglich zu werden, und es bedeutet offensichtlich auch, dass so Bewegung entsteht.

Ich denke dabei an eine Arbeit mit einer Frau, die sehr einfach und anrührend war. Sie erzählte, wie sie sich in der letzten Zeit viel deutlicher erlebte, und wie die Beziehung mit ihrem Mann fülliger und erfüllender geworden war. Und dann war sie mit ihrem Gewahrsein bei ihrem momentanen Erleben in der Gruppe: sie berichtete, wie sie auch jetzt gerade "hervorkam" und wie sie gleichzeitig eine Tendenz spürte, "sich hinten anzustellen", wie sie es nannte. Beides war für uns alle sichtbar und spürbar: Ihr Gesicht war ganz rosig, sie schaute in die Runde und zog sich dann wieder ein bisschen zurück, schaute in ihren Schoß. Sie pendelte zwischen beiden Bewegungen, ich blieb einfach mit meiner Aufmerksamkeit bei ihr und wir konnten alle zusammen erleben, wie eine tiefe innere Bewegung sie langsam noch mehr aufblühen ließ, ihr Gesicht wurde noch rosiger, ihre Augen glänzten und sie fing an zu strahlen und schaute uns klar und direkt an. Mein inneres Erleben war gefüllt von großer Ruhe, Wärme und einem ebenfalls sich ausbreitenden Strahlen.

 

Die vierte Welle: Der Raum und das Ganze und der dritte Stuhl.

In den letzten Jahren erlebe ich immer deutlicher das, was Buber das "Zwischen" nennt. Zwischen mir und dem Gegenüber, dem Du, ist ein Raum (ich erlebe ihn eigentlich noch anders: nämlich ganz um uns, bzw. wir sind in ihm) von besonderer leichter Dichte, als gäbe es darin einen Stoff, der besonders gut leitet, transportiert und etwas Belebendes enthält. Ich fühle mich darin frisch und merke, dass sich alles in mir öffnen will, und wenn ich mich öffne, spüre ich, wie dieser "Stoff" auch in mir ist.

Und Wahrnehmen erlebe ich eher so, als teilte sich mir etwas mit. Ich spüre kein Verlangen, etwas daran zu verändern, etwas daraus zu "machen". In mir "geschieht" Bewegung, entsteht das, was deutlich wird, ohne mein Tun.

Ich möchte Euch dazu von einer Arbeit erzählen, in der in dieser Grundhaltung, in diesem mich vom Phänomen erfassen lassen, eine mir neue Form entstand:

Eine Frau wollte an ihrer Kraftlosigkeit arbeiten, die sie seit einiger Zeit empfand. - Nach einer Weile des Erforschens wurde deutlich, dass sie diese Art der Kraftlosigkeit schon sehr lange erlebte, dass sie in ihren verschiedenen Ausbildungsstationen eigentlich nie so etwas wie "Biss" gekannt hatte. - Im Laufe der Arbeit tauchte auch der Gegenpol auf, der Wunsch voranzukommen.

Da diese Gruppe sich gerade mit Methoden beschäftigte, schlug ich ihr eine "klassische" Arbeit mit zwei Stühlen vor, um beide Pole zu erforschen und in Kontakt miteinander zu bringen. Diese Arbeit brachte eine große Überraschung für sie: Auf der Seite des Vorankommen-Wollens fühlte sie sich sehr schwach, auf der Seite des Nichts-Wollens, des Versorgtwerden-Wollens dagegen, wo sie ihre Schwäche eigentlich angesiedelt hatte, fühlte sie sich sehr kräftig und wohl. Es beeindruckte sie außerdem, dass diese Seiten überhaupt keinen Kontakt zueinander aufnehmen wollen, vor allem die vorher als schwach erlebte Seite des Versorgtwerden-Wollens war gänzlich uninteressiert an Kontakt , es gab nicht den leisesten Anflug einer Hinwendung.

Da stieg in mir die Vorstellung von einem dritten Stuhl als Ort für ihre Ganzheit auf. Sie nahm den Vorschlag ohne Zögern an, und sie sprach von diesem Ort zu den beiden anderen als zu ihr gehörige Seiten, sie sagte: "Ihr gehört beide zu mir," und beschrieb dabei mit ihren Händen einen Kreis. Auf meine Aufforderung hin wiederholte sie diese Bewegung mehrmals immer langsamer. Bei ihren weiteren Bewegungen wurde der Kreis größer, und sie beschrieb, dass er zu einem Ball geworden war. Dabei richtete sie sich auf, wurde größer und strahlte und erzählte von einer Kraft, die sie jetzt spürte. Es war, als hätte es dieses Dritte, die Ganzheit, gebraucht als Raum zum zusammen wachsen. -

Ich habe diesen dritten Stuhl, diesen dritten Ort, seitdem häufiger in der Arbeit angeboten, auch in Paartherapien als Ort für die Beziehung, und es hat immer wieder eine ganz förderliche Wirkung, als würde es damit möglich, etwas anzuschauen, etwas gleichzeitig zu sehen, einheitlich zu sehen, was sonst "zerfällt" ist.

Zum Schluss möchte ich Euch noch erzählen von einer überraschenden und wunderbaren Lösung , die ein Team gefunden hat, das bei mir für fast ein Jahr in Supervision war, ein Team einer Ergotherapeutischen Praxis. Als ich im letzten Jahr das erste Mal da war, kam mir die Frage, wozu sie mich überhaupt bräuchten. Sie machten einen sehr potenten Eindruck und schienen auch mit ihrer Arbeit sehr zufrieden. Ihre Prozesse konnten sie auch in offensichtlich fruchtbarer Weise miteinander anschauen, und sie unterstützten sich wohlwollend und interessiert. Und dennoch knarzte es leise im Untergrund - Unzufriedenheit, die nicht sehr gerichtet schien, war spürbar. Ich merkte bei mir immer wieder eine leichte Anspannung. Auch auf Befragen fanden sie keinen konkreten Arbeitsauftrag an mich, äußerten aber gleichzeitig deutliches Interesse an Supervision mit mir. Auf eine Weise wussten wir nicht so recht, was wir tun, woran wir arbeiten sollten. Ich bot ihnen an, einfach meine Wahrnehmungen zu berichten und die Fragen zu stellen, die mir in den Sinn kamen, also "nur" so etwas wie das Gewahrseinkontinuum zu praktizieren.

In der Folgezeit stellte ich dann auch Fragen mit großer Offenheit nach dem, was sie beschäftigte und nach dem, was Raum haben wollte, und manche Fragen erstaunten mich selbst ziemlich. Die Mitarbeiter gingen mit ebenso großer Offenheit auf meine Fragen und Anmerkungen ein. Alle fühlten sich sicher bei diesem hohen Grad an Offenheit.

Ich möchte jetzt keine Einzelheiten von dem Prozess berichten, dem wir uns auf eine unbeirrbare und auch leichte Weise wirklich auslieferten. Etwas anderes ist mir wichtig, nämlich das, was auf diese Weise entstand: Vor wenigen Wochen kam ich wieder zu einer Sitzung in die Praxis, alle schauten mich lächelnd an und dieses Lächeln wurde ganz breit, als ich fragte, ob es etwas gäbe - jawohl, es gab etwas. Sie erzählten von einer völlig neuen Entwicklung, von einer großen Veränderung: die Praxis würde aufgelöst! Der Chef hatte die Kinderabteilung an einen Mitarbeiter übergeben, ein weiterer Mitarbeiter würde dessen Partner, sie wollten das restliche Team übernehmen, und der Chef wollte in inhaltlich erweiterter Form mit seiner Frau zusammen den Erwachsenenbereich übernehmen. Alle strahlten - und ich mit. Ich konnte nur ein Wort sagen: "wie schön!" "Ja", antwortete einer der Männer ganz andächtig, "es ist eine wirklich schöne Lösung!" Sie war so großherzig, so angemessen, so eigen zugeschnitten auf genau diese Menschen in dieser Situation. Innere und äußere Bewegung entsprachen einander, und die Form, die sie gefunden hatten, wirkte, als wäre sie schon da gewesen. Es wurde unsere letzte Sitzung - fröhlich, feierlich und in gemeinsamer Dankbarkeit.

 

Die fünfte Welle: Der Nachklang.

So bin ich wieder am Anfang angekommen, beim Thema, das eigentlich heißen muss "Ästhetik und Anmut in der gestalttherapeutischen Begegnung":

Immer wieder bemühen wir uns als Gestalttherapeuten herauszufinden, wie wir angemessen das tun können, was Diagnostizieren ist, wie wir an die nötigen Informationen kommen.

Gestalttherapie ist ein phänomenologisches "Verfahren", und es gibt die Aspekte der phänomenologischen Haltung und des phänomenologischen Vorgehens.

Giegerich hat mich mit seiner Arbeit geöffnet für die Kraft der Haltung der Empfänglichkeit: die Phänomene teilen sich mir darin mit, von ihnen erfahre ich alles.

In Anlehnung an Frank M. Staemmlers inzwischen klassische Formulierung möchte ich diese Grundhaltung die "kultivierte Unwissenheit" nennen - in tiefer Zuneigung zu meiner Beschränktheit, in der ich meinem alten Geier aus dem Anfangsteil wohlwollend begegnen kann.

Selbstverständlich schätze ich sehr das "gesammelte Wissen", den hilfreichen Reichtum der "klassischen" Diagnostik, der segensreich meinen Hintergrund anreichert und den Vordergrund stützt oder - wann immer erforderlich - sogar zum Vordergrund werden kann.

Wichtig ist die Möglichkeit des Pendelns, des Oszillierens zwischen beiden Zuständen, das Reifen vom Zustand zur gewählten Haltung. Wobei es in der Regel die Organisation des Ichs in der Ich-Es Beziehung ist, die in unseren "Bildungsanstalten" jeglicher Art (manchmal auch in Gestaltinstituten) favorisiert und bevorzugt unterstützt wird.

Unwissenheit wird eher weiter bekleidet mit sowieso schon reichlich erfahrenen Beschämungen, statt als genau der Ort entdeckt und erforscht zu werden, an dem Erweiterung und Wachstum stattfinden kann - nämlich nicht mehr und nicht weniger als das, was in der Gestalttherapie zu den Herzstücken gehört: eine Grenze!

In diesen Zustand zu gehen, in die phänomenologische Grundhaltung, in der ich nichts wissen muss oder gar auf eine Weise "darf", wenn ich das Wesentliche vom Phänomen empfangen möchte - das ist ohne Liebe zu Unwissenheit nicht möglich.

Der Weg vom Ich in der Ich-Es Beziehung zum Ich in der Ich-Du Beziehung, die Initiation in die Grundstellung der Ankünftigkeit des Seins und der Verwundbarkeit des Menschen, der unumstößliche Entschluss, ein künstlerisches Leben zu führen, das, was ist, zu lieben - daran zu arbeiten, das ist ein Weg voller Frische und sicher auch voller Mühe, ein Weg des "gelebten Konkreten", wie Buber es nennt, ein Leben, von dem er sagt, das es der "Erneuerung in der Tat" bedarf, und dessen Grundeinheit die Zweiheit ist", ein Ich-Es oder ein Ich-Du, der "eine, reiche Boden, auf dem sowohl Du als auch Ich gewachsen sind" (Schoen, S. 115).

Es ist der Weg, den es braucht, um immer wieder neu der "endgültigen Schwermut" zu entwachsen, die "darin liegt, dass es dem Es vielleicht nicht gelingt, wieder zum Du zu werden - darin, dass wir "mit der ganzen unbekümmerten Sicherheit von Schlafwandlern ... inmitten der angesammelten Formen des Es leben" können (Schoen, S.114). - Es ist der Weg, das Gegenüber "in den Sinn" zu bekommen und es wahrzunehmen und zu empfangen, danach zu "verlangen" (sich zu öffnen), es als "begehrenswert" wahrzunehmen (anzunehmen und so zu bestätigen) - ästhetisch und anmutig!

Es ist dies ein Geschenk an uns und unsere große Chance, doch immer wieder für eine Weile dazu zu kommen, der andere Mensch zu sein, der wir eigentlich sind.

Giegerich hat sein Buch "die Atombombe als seelische Wirklichkeit" der Notwendigkeit gewidmet. Achtsam mit meiner Grundhaltung der Empfänglichkeit, der Verwundbarkeit, des entstehen Lassens zu sein, ist meine Möglichkeit, mich an dieser Notwendigkeit anzuschließen.

Und es ist eine Köstlichkeit, so gleichzeitig teilzuhaben am Schöpferischen, zu erleben, wie es ist, was Arnold Beisser, der gelähmte Mann, beschreibt, wenn er sagt: "Meine Flügel begannen, sich langsam zu öffnen" (Beisser, S . 76).

 

Literatur:

Beaumont, Hunter: Das Interview, in: Gestaltkritik 2/99

Beisser, Arnold R.: Wozu brauche ich Flügel? Ein Gestalttherapeut betrachtet sein Leben als Gelähmter, Wuppertal 1977

Deutsches Universalwörterbuch / Duden, 3. Auflage, 1996

Giegerich, Wolfgang: Die Atombombe als seelische Wirklichkeit, Zürich 1988

Giegerich, Wolfgang: Drachenkampf oder Initiation ins Nuklearzeitalter, Zürich 1989

Kluge, Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache, Berlin 2002

Meyers Neues Lexikon, Band 1, Mannheim 1994

Schoen, Stephen: Geistes Gegenwart, Köln 1990

Stevens, Barry: Gewahrsein als Grundlage der gestalttherapeutischen Haltung, in: Gestaltkritik 1/2000

Staemmler, Frank-M.: Kultivierte Unsicherheit. Gedanken zu einer gestalttherapeutischen Haltung, in: Erhard Doubrawa/

Frank-M. Staemmler, Heilende Beziehung. Dialogische Gestalttherapie, Wuppertal 1999

Zinker, Joseph: Gestalttherapie als kreativer Prozess, Paderborn 1982

 

 

Praxisadressen von Gestalttherapeuten/-innen

Foto von Heidi Schoeller, (c) Hilde Zemann(c) Hilde Zemann

Heidi Schoeller

Jahrgang 1943. Studium der Politikwissenschaften, Psychologie und Pädagogik.

Als Gestalttherapeutin seit mehr als 20 Jahren in freier Praxis in den Feldern Psychotherapie, Supervision und Aus- und Fortbildung (in Uffenheim-Weigenheim in der Nähe von Würzburg) tätig.

Sie ist außerdem Lehrtherapeutin und Gestalttherapie-Ausbilderin am Gestalt-Institut Köln / GIK Bildungswerkstatt. Zentrales Interesse: Die Gleichwertigkeit von Unvollkommenheit und Vollkommenheit als Grundbedingung für Entwicklung.

Der hier zuerst veröffentlichte Beitrag ist die überarbeitete Fassung ihres Vortrags auf der Jahrestagung des Förderkreises Gestaltkritik im Gestalt-Institut Köln am 19. Juni 2004.

In unserer Zeitschrift sind bereits zwei weitere Beiträge von Heidi Schoeller erschienen:

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