

Der Weg
Gestalttherapie und Zen-Buddhismus
Bruno M. Schleeger,
Diplom-Psychologe und Gestalttherapeut
1. Ich gehe eine Straße entlang. Da ist ein tiefes Loch im
Gehsteig. Ich falle hinein. Ich bin verloren. Ich bin ohne jede
Hoffnung. Es ist nicht meine Schuld. Ich bin wütend auf das
Leben, das Schicksal, die Welt, die soooo gemein und unfair zu mir
sind. Es dauert endlos, wieder heraus zu kommen
2. Ich gehe dieselbe Straße entlang. Da ist ein tiefes Loch im
Gehsteig. Ich tue so, als sähe ich es nicht. Ich falle wieder
hinein. Ich kann nicht glauben, schon wieder am gleichen Ort zu sein.
Aber es ist nicht meine Schuld. Das Leben ist ungerecht mit mir.
Immer noch dauert es sehr lange herauszukommen.
3. Ich gehe dieselbe Straße entlang. Da ist ein tiefes Loch im
Gehsteig. Ich weiß davon, ich sehe es. Ich falle immer noch
hinein … aus Gewohnheit. Meine Augen sind offen. Ich weiß, wo
ich bin. Manchmal fühlt sich das Leben ungerecht an. Es ist
meine Schuld. Ich komme sofort heraus.
4. Ich gehe dieselbe Straße. Da ist ein tiefes Loch. Ich gehe
darum herum.
5. Ich gehe eine andere Straße.
6. Ich gehe eine andere Straße und versuche dazu beizutragen,
dass andere nicht in das Loch im Gehsteig fallen.
Mit Gestalttherapie und Meditation wollen wir gemeinsam herausfinden, auf welcher Stufe wir stehen, und wie wir weiter kommen können.
25. - 27. 6. 2010, Fr. 16.00 - So. 15.30, 1 Wochenende (20 UStd.), Ort: Gestalt-Institut Köln (GIK), KursNr. 011051, 245,- (200,-) €, Ü/V auf Anfrage.
Bitte beachten Sie auch das Buch von Bruno M. Schleeger, das in der Edition des Gestalt-Instituts Köln erschienen ist: Und wo ist das Problem ...? Zen-Buddhismus und Gestalttherapie.
Metta-Vipassana
Buddhistische Meditation
Shanti R. Strauch, Meditationslehrer
"Vipassana" ist die Geistesübung, mit der der Buddha zum
vollkommenen Erwachen gelangte. Sie ist ein systematischer Weg, das
Bewußtsein zu weiten, zu vertiefen und letztlich zu
transzendieren.
Es ist der Weg in die vollkommene Freiheit. Wörtlich
übersetzt heißt Vipassana: "Hell- oder Klarblick";
eigentlich ist es mehr ein "Durchblick" durch die wahnhaften
Projektionen unseres Geistes. Im engeren Sinne versteht man darunter
das intuitive , blitzartige Erkennen der Vergänglichkeit,
Leidhaftligkeit und Ichlosigkeit aller körperlichen und
geistigen Prozesse.
"Metta" heißt "liebende Güte".
Am Freitag erläutert Shanti, wie der aufmerksame, liebevolle
Umgang mit uns selbst die beste Grundlage bildet für die
Entfaltung des "Klarblicks".
Am Samstag und Sonntag üben wir diese Geisteshaltung im Sitzen
und in der achtsamen Körperbewegung (KUM NYE).
Die Übungen werden sorgfältig angeleitet und gemeinsam
besprochen. Dieses Wochenende ist für Anfänger und
Fortgeschrittene geeignet.
Shanti R. Strauch, vormals Elektronik-Ingenieur, war fünf Jahre lang Mönch in der Theravada-Tradition. In Sri Lanka unterzog er sich einer zweijährigen Intensivschulung in Vipassana-Meditation.
3. - 5. 9. 2010, Fr. 16.00 - So. 15.30, 1 Wochenende (20 UStd.), Ort: Gestalt-Institut Köln (GIK), KursNr. 021051, 158,- (108,-) €, Ü/V auf Anfrage.
Bitte beachten Sie auch den Beitrag von Shanti R. Strauch, der in unserer Zeitschrift Gestaltkritik erschienen ist: Die Entfaltung des liebenden Klarblicks.

