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Rich Hycner
Die Ich-Du-Beziehung
Martin Buber und die Gestalttherapie


Aus der Gestaltkritik

Gestaltkritik - Die Zeitschrift mit Programm aus dem Gestalt-Institut Köln
Gestaltkritik (Internet): ISSN 1615-1712

Themenschwerpunkte:

Gestaltkritik verbindet die Ankündigung unseres aktuellen Veranstaltungs- und Weiterbildungsprogramms mit dem Abdruck von Originalbeiträgen: Texte aus unseren "Werkstätten" und denen unserer Freunde.

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Praxisadressen von Gestalttherapeuten/-innen

 Hier folgt der Abdruck eines Beitrages aus der Gestaltkritik (Heft 1-1996):

Rich Hycner
Die Ich-Du-Beziehung
Martin Buber und die Gestalttherapie

 

Foto: Rich HycnerRich Hycner

Vorbemerkung des Herausgebers: Diesen Beitrag des amerikanischen Gestalttherapeuten Rich Hycner haben wir inzwischen in einem Sammelband zur Bedeutung Martin Bubers für die Gestalttherapie aufgenommen: "Heilende Beziehung. Dialogische Gestalttherapie" (Hrsg. v. Erhard Doubrawa und Frank-M. Staemmler).

Den folgenden Artikel schrieb ich aus dem Wunsch heraus, zu den vielen Fragen und Anmerkungen Stellung zu nehmen, die sich auf der 11. jährlichen Konferenz zur Theorie und Praxis der Gestalttherapie ergaben (1).

Der Geist und die zahlreichen Gespräche während dieser Tagung berührten mich. Sie war wahrhaftig dialogisch. Ich schulde den TeilnehmerInnnen aufrichtigen Dank für ihre Aufmerksamkeit und ihre anregenden Fragen.

Im Verlauf der Tagung wurden mir die vielen Mißverständnisse bezüglich der Termini "dialogisch" und "Ich-Du-Beziehung" deutlicher. Dies geschieht natürlich aufgrund der zugleich subtilen und komplexen Natur dessen, worüber wir zu sprechen versuchen und weil es sich um eine ganz andere Sicht der Welt handelt. Sie steht im Gegensatz zu einem radikalen Individualismus, der unsere Kultur durchdringt (2). Ich hoffe, einige dieser möglichen Mißverständnisse kurz klären zu können und einige Gedanken und darüberhinausgehende Überlegungen zu äußern hinsichtlich der Stellungnahmen und der während der Tagung aufgekommenen Fragen (3).

Zuallererst möchte ich den Standpunkt wiederholen, daß das Dialogische in erster Linie ein Ansatz, eine Haltung, eine Orientierung, eine Anschauung ist. Letztlich allerdings handelt es sich um einen radikalen Paradigmenwechsel. Wenn wir diesen Paradigmenwechsel ernstnehmen, ändert er unser Herangehen an die Therapie vollständig. Es handelt sich um einen Figur-Grund-Wechsel unseres üblichen Denkens. Die Beziehung rückt in den Mittelpunkt unseres Seins und unserer Arbeit als TherapeutInnen. Dieser Paradigmenwechsel ist ein Neuentwurf der menschlichen Entwicklung und "Psychopathologie".

Zweitens möchte ich wiederholen, daß das was wir (Friedman, Hycner, Jacobs und Yontef) "dialogisch" nennen, sowohl "Ich-Du-" als auch "Ich-Es-Momente" umfaßt. Eine "Ich-Du-Begegnung" ist kein greifbarer "Zustand" oder "Ziel" einer Therapie. Das "Dialogische" ist eine Haltung der Offenheit gegenüber der Andersheit, der Einzigartigkeit der anderen Person, die mit dem Wunsch einhergeht, mich selbst in der "Begegnung" mit dieser anderen Person ganz zu zeigen. Es ist die Bereitschaft, mich nach all meinen individuellen Anstrengungen "dem Zwischen" hinzugeben " - zu erkennen, daß sich eine echte Begegnung nur durch die "Gnade" ergibt. Wie Martin Buber so poetisch sagte: "Das Du begegnet mir von Gnaden, durch Suchen wird es nicht gefunden." (1962a, S. 85)

Es handelt sich um eine Offenheit für eine größere Bewußtheit, "eine größere Gestalt" (Schoen, 1989). Zwei Menschen müssen für die Möglichkeit einer echten Begegnung offen sein. Selbst dann mag sich ein Ich-Du-Moment nicht einstellen, trotz unserer besten persönlichen Absichten. Ein solcher dialogischer Ansatz erkennt genau, daß ein Ich-Du-Moment im Wechselspiel mit Ich-Es-Beziehungsmomenten auftritt. Sie sind einander Figur und Grund. In gewisser Hinsicht kann das Dialogische als der Rahmen, der Grund gesehen werden, der sowohl die "Ich-Du-" als auch die "Ich-Es-Momente" einschließt. Das Dialogische verlangt nach einem Gleichgewicht von Ich-Du- und Ich-Es-Bezogenheit.

Wie sich auch während der Konferenz zeigte, besteht in gestalttherapeutisch orientierierten Kreisen oft einige Verwirrung hinsichtlich der Frage, ob der Begriff "dialogisch" mit dem Gestaltkonzept "Kontakt" gleichgesetzt werden kann. Ganz simpel formuliert ist jeder Dialog Kontakt - aber nicht jeder Kontakt gleich Dialog. Es gibt zahllose Arten des Kontaktierens, aber ganz selten stehen wir im gegenseitigen und echten Dialog miteinander. Milan Sreckovic zeigt (4), daß "Kontakt" ein technischer Begriff ist. Es handelt sich dabei um den Versuch, Interaktionen angemessen zu objektivieren und zu verstehen, wohingegen der Begriff "Dialog" eine nicht-technische Erfahrung und entsprechende Begrifflichkeit beschreibt. Es handelt sich um einen deskriptiven Terminus. Auf der Erfahrungsebene weist er auf eine Begegnung zweier Menschen hin.

Ein Dialog ist in keiner der beiden Personen zentriert und hat dennoch seinen Ursprung in beiden. Es ist die tief in meinem Sein verankerte Erkenntnis der Mysteriosität und des Wertes des anderen Menschen als Person, die unabhängig von meinen Bedürfnissen besteht. Und dennoch ist da gleichzeitig ein Bewußtsein vorhanden, daß wir auf geheimnisvolle Weise verbunden sind. Die andere Person erfährt zur gleichen Zeit ähnliches. Ich sehe/erlebe mein Gegenüber und es mich. Etwas geschieht zwischen uns. Ein Moment der Begegnung. Jeder von uns wird durch etwas von außerhalb sich/ihr selbst berührt - durch das Gegenüber. Es handelt sich um einen Moment von gleichzeitiger Verbundenheit und Getrenntheit. Anschließend ist keiner von uns beiden genau der/dieselbe, der er/sie einen Moment vorher noch war. Unsere Begegnung ist "mehr" als die Summe dessen, was wir - jeder für sich - in diese Situation mithineinbrachten.

Einige GestalttherapeutInnen könnten dies als "Konfluenz" beschreiben. Ich betrachte dies nicht als Konfluenz, noch nicht einmal "positive Konfluenz". Konfluenz impliziert für mich das Verschmelzen von zwei vollständig getrennten Wesen. Dialog ist keine Konfluenz in dem Sinn, daß da eine Verschmelzung stattfände begleitet von einem Verlust des Selbst. Ein Dialog beginnt auf der Grundlage der Erkenntnis, daß unser Wesen ein beziehungsorientiertes ist. Selbst im Moment der Ich-Du-Verbundenheit gibt es ein Erkennen der gleichzeitigen Getrenntheit und Bezogenheit aufeinander.

Auf der Konferenz galten einige Fragen dem Punkt, ob es sich hier um einen spirituellen Ansatz handle. Meine Diskussion der Philosophie des Dialogischen, mein Sprechen über den Bereich des "Zwischen" und die Erwähnung von "Gnade" stellt mein Denken explizit in einen spirituellen Kontext (5). Mit spirituell meine ich ein Anerkennen einer Realität, die die Gesamtsumme unserer individuellen Wirklichkeiten und die physikalische und sichtbare Welt übersteigt. Es ist mir unvorstellbar, mich einem dialogischen Ansatz zu verschreiben ohne eine spirituelle oder "transpersonale Dimension" zu erkennen (6). Ich habe mehr und mehr das Gefühl, daß ich in meinen besten therapeutischen Momenten einer spirituellen Realität gewärtig und manchmal gleichsam ihr "Instrument" bin.

Deshalb sage ich, daß ein dialogischer Ansatz von der Person des/der TherapeutIn verlangt, ein "Verwalteramt" (7) einzunehmen. Einen solchen Ansatz ernstzunehmen heißt, die eigenen ichbezogenen Bedürfnisse und Absichten zumindest vorübergehend beiseitezulegen (einschließlich auch der wohlmeinenden Absicht zu "heilen"), sich in den Dienst des Dialogs zwischen zweien zu stellen und infolgedessen auf die tiefsten und dennoch oft gerade verborgensten Bedürfnisse des/der anderen zu achten. "Sich in den Dienst zu stellen" meint das tiefste Hören dessen, was bislang ungehört blieb, dem Unausgesprochenen zu erlauben zum Ausdruck zu gelangen, der Enthüllung des Verborgenen und dem Sichtbarwerden des Nichtgezeigten Raum zu geben (8).

Das "Zwischen" ist der Realitätsbereich, der sowohl TherapeutIn als auch KlientIn umfaßt und dem sich beide in größerem oder kleinerem Ausmaß annähern. "Psychopathologie" kann also gesehen werden als deutlicher Rückzug aus dem "Zwischen" oder dessen "Erstarrung". Ich bin so weit gegangen, "Psychopathologie" als Ergebnis eines früh "abgebrochenen Dialogs" zu definieren (Hycner, 1989). Soll heißen, daß diese Person in ihrer tiefsten Hinwendung zu anderen nicht "gehört" wurde und daß sich seine/ihre "Stimme" monologisch und auf tragische Weise nach innen richtete (Trüb, 1964/1952). Damit übereinstimmend nimmt Lynne Jacobs an, daß "wir dialogisch gepolt sind" (1968b). Für mich zeigt dieses anschauliche Bild unsere ureigentlichste Orientierung.

Mit solch einem Konzept verlagert man das Schwergewicht weg vom Individuum als "Wesen" hin zu einer Schwerpunktsetzung auf die Beziehung und auf die Fähigkeiten des/der KlientIn, in Beziehung zu treten. Folglich gibt es keinen exklusiven Fokus auf die Selbst-Verwirklichung (Friedman, 1976), zu der die Humanistische Psychologie manchmal verkam. Stattdessen steht die "Verwirklichung" im Mittelpunkt, die Selbstverwirklichung einschließt. Selbstverwirklichung entsteht als Nebenprodukt, wenn die Fähigkeiten entwickelt wurden, in Kontakt zu treten. Es finden sich soviele "Selbste" als wir Beziehungen haben und es gibt ein all diese Beziehungen überdauerndes Selbst. Auf den ersten Blick scheint dies eine widersprüchliche Aussage zu sein. Nach meiner Einschätzung allerdings handelt es sich vielmehr um eine Aussage zur paradoxen Natur, die unserem Sein eigen ist.

Das Selbst ist keine ganzheitliche Größe: "Es" ist die Beziehung zwischen Selbst und dem Anderem und dem Anderem mit dem "Selbst." (9) Wir müssen vorsichtig bleiben und "Selbst und Anderen" nicht als dichotome "Entitäten" auffassen, die nur in der nachträglichen Vorstellung zusammenkommen (Friedman, 1989). Von Natur aus sind wir der Austausch von Selbst und Gegenüber. Um auf der phänomenologischen Ebene genauer zu sein, sollten wir vielleicht von einer "Interexistenz" sprechen (10). Begriffe wie "Interexistenz" und "interrelational" mögen sich unbeholfen anhören und unnötig. Vielleicht ist es ihre zutiefst erschütternde Qualität, die notwendig ist. Meiner Meinung nach müssen wir anfangen eine Sprache zu benützen, die genauer, wenn auch auf etwas unbeholfene Weise, auf die eigene Verflochtenheit unserer Existenzen hinweist. Unsere Haut ist keine Schranke. Sie ist physisch und symbolisch der Ort der Begegnung, sowohl für Verbunden- und Getrenntheit. Unausweichlich sind wir mit den anderen verwoben - und sie mit uns.

Dies kam mir wieder zu Bewußtsein, als ich bei der Podiumsdiskussion vor dem Konferenzauditorium saß und zu sprechen anfing. Als ich zu meinem Beitrag anhob, kam unerwarteterweise folgendes: "Während ich hier sitze und Sie anschaue, die mich anschauen, der Sie anschaut...." Als ich zu sprechen begonnen hatte, war mir die Vermischung unserer Wahrnehmungen deutlich ins Bewußtsein gerückt. Mir war bewußt, daß ich ebenso Teil der Zuhörerschaft war, wie sie Teil von mir, daß unsere Wahrnehmungen, unser Sein sich gegenseitig durchdrangen. Das machte mir bewußt, wie wir üblicherweise unsere Verbundenheit ("interexistence") übersehen. Auf der zwischenmenschlichen Ebene ist das oft tragisch. Auf einer globalen kann es tödlich werden. Wenn ich mir einige sehr vereinfachende Gedanken zu unserer globalen Situation mache, so kommt mir in den Sinn, daß in eben dem Ausmaß, in dem eine monologische Haltung das Bewußtsein der Welt bestimmt, weiterhin tragische und möglicherweise umwälzende Konsequenzen auftreten werden (Rogers, 1986). Das Vorherrschen einer monologischen Haltung geht dem Größenwahn voraus.

Ich glaube, es wird zwischen Menschen immer Konflikte geben. Ein dialogischer Ansatz erkennt klar, daß profunde Unterschiede der Standpunkte ganz wesentlich zu unseren Begegnungen gehören. Das ist gleichzeitig "Fluch" und Hoffnung. Wenn unterschiedliche Sichtweisen als einander ergänzende und in einer größeren Gestalt aufgefasst werden, so schaffen sie neue Möglichkeiten und einen unbegrenzten Reichtum für die menschliche Entwicklung. Wachstum würde aufhören, gäbe es keine Unterschiede. Das ist das Herzstück eines dialektischen Verständnisses der menschlichen Existenz. Oder wie es Milan Sreckovic prägnant ausdrückte: "Dialektik gründet auf Verschiedenheit. Ohne Verschiedenheit gibt es keine Dialektik." (11) Gesundem Wachstum begegnen wir dort, wo es eine schöpferische Integration von Unterschieden und Ähnlichkeiten zwischen Menschen gibt. (12) In einer immer kleiner werdenden Welt werden ein ständig vorhandenes Bewußtsein vom und die Fähigkeit zum Dialog grundlegend sein für ein emotionales und physisches Überleben. In dem Maße, in dem jeder von uns in seinem monologischen Käfig gefangen bleibt, gefährden wir unser eigenes Überleben. Und das unserer Art. Ich weiß, daß dies starke Worte sind, sehe aber keine Alternative. In Kategorien der psychologischen Evolution gedacht, mag eine dialogische Schwerpunktsetzung der nächste, zum Überleben notwendige Schritt sein.

Auf einer konkreteren Ebene, kommt es mir so vor als sei der "Abgrund", der in unserer Gesellschaft zwischen Frauen und Männern empfunden wird, zu großen Teilen die Folge eines geschlechtsspezifischen Monologs. Wir verwandeln Geschlechtsunterschiede in monologische Getrenntheit. Das führt zu dauerhafter Isolation. Wir liefern uns Kategorien aus, anstatt die Hand über den scheinbaren Abgrund auszustrecken, um von der Einzigartigkeit und Andersartigkeit des anderen Geschlechts bereichert zu werden. Das Geschlecht wird zur Schranke, statt zu einer Einladung.

Zweifellos wird es immer beides sein. Das ist für sich noch nicht tragisch. Tragisch wird es, wenn die Verschiedenartigkeit und Getrenntheit so das Übergewicht haben, daß die inhärente polare Verbindung der Geschlechter im Keim erstickt wird (Downing, 1987; Gilligan, 1982). Damit schaffen wir für unsere Kinder eine Welt, die die Spaltung betont, statt sie zu heilen. Wir müssen uns beständig daran erinnern, unsere angeborenen Unterschiede innerhalb des Rahmens unserer ontologischen Verbundenheit wahrzunehmen. Damit betreten wir wiederum den Bereich des Paradoxen.

An den Grenzen des "normalen" Bewußtseins gibt es eine ständige Awareness des Paradoxen. Unser Bewußtsein kann nur unter großen Schwierigkeiten zwei scheinbar entgegengesetzte Ideen, Gedanken oder Charakteristika im Gleichgewicht halten. Dennoch wissen wir gerade als GestalttherapeutInnen, daß wir ständig mit Gegensätzen konfrontiert sind. Es gehört zum Wesen der therapeutischen Aufgabe, vom Paradoxon durchdrungen zu sein. Als TherapeutInnen, als SupervisorInnen von TherapeutInnen müssen wir uns selbst dazu erziehen, im Paradox zu leben - auf den schöpferischen Quell zu stoßen, der knapp unterhalb der Oberfläche der unlösbaren Paradoxien liegt. Wir arbeiten in einem paradoxen Beruf (Hycner, 1989), mehr als in einem "unmöglichen" (Greenson, 1977). Ins Wesen eines Paradoxons einzudringen heißt, die "Wahrheit" des verbundenen Seins und Erfahrens ("interexistence and interexperience") tief zu empfinden. Unsere Gehirne brauchen noch eine Erziehung zu dem, was unsere Herzen schon wissen.

Ich möchte noch einige Worte zu einer möglichen Annäherung der psychoanalytischen Theorie und einem dialogischen gestalttherapeutischen Ansatz sagen. Lynne Jacobs (1989b) interessiert sich besonders hierfür und etliche KonferenzteilnehmerInnen drückten ihr Interesse an der Frage aus, wieweit sich die Theorie der Selbstpsychologie der eines dialogischen Ansatzes annähert. Nach meiner Einschätzung kommen die Selbstpsychologen, besonders Stolorow, Brandschaft und Atwood (1987), die sich ausdrücklich auf eine intersubjektive Philosophie beziehen, einem dialogischen Ansatz verlockend nahe und erreichen ihn unglücklicherweise dennoch knapp nicht. Sie äußern sich beispielsweise so:

Eine grundlegende, unsere Arbeit leitende Annahme besteht darin, daß die einzige relevante und der psychoanalytischen Untersuchung (d.h. der Empathie und Introspektion) zugängliche Wirklichkeit diejenige des Analytikers ist und des psychologischen Feldes, das durch die Interaktion beider entsteht. (1987, 4)

Wenn ich dieses Werk durchlese, erscheint mir (und möglicherweise mißverstehe ich die Schwerpunktsetzung) das Gewicht zu sehr gelegt auf das individuelle subjektive Erleben des/r KlientIn und die konsequent empathische Haltung des/r AnalytikerIn, was die Beziehung schließlich in den Hintergrund rückt. Ich weiß sehr wohl, daß es Therapiephasen gibt, während derer dieser Standpunkt absolut notwendig ist, ganz besonders anfänglich. Geht man jedoch zu weit, wird dies pseudo-dialogisch, zu einseitig. Eine übertrieben einfühlsame Haltung kann zu einer Methode des nicht-in-Beziehung-Seins werden.

Vielleicht weit bedenklicher stimmt mich ihre Vorstellung vom Selbst. Es erscheint mir, als sprächen sie noch immer über das Selbst, als ob es ein "Wesen" hätte, statt vom ontologischen Standpunkt der Interexistenz auszugehen. Dieses "Selbst" erscheint mir noch zu eingekapselt. Ich äußere diesen letzten Kritikpunkt sehr zögerlich, weil ich von dieser Perspektive ganz wesentlich beeinflußt wurde und ich die Richtung in die sie sich bewegt, von unschätzbarem Wert halte. Ich verstehe meine Kritik im dialogischen Geist - in der Hoffnung, daß durch die Benennung der Unterschiede diese Ansätze noch näher zusammenrücken.

Auf der Konferenz rief der Aspekt der therapeutischen Gegenseitigkeit erhebliche Verwirrung hervor - wie dies oft geschieht. Darunter versteht man Gleichheit von KlientIn und TherapeutIn. Nach Buber gibt es keine wirkliche Gegenseitigkeit zwischen TherapeutIn und KlientIn (Buber, 1965). Ich denke, es gibt Momente der Gegenseitigkeit in der Therapie, allerdings treten sie oft in einer Beziehung auf, die größtenteils einseitig ist. Wenn es wirkliche Gegenseitigkeit zwischen den beiden gibt, so bedeutet dies im wesentlichen das Ende der Therapie.

Der Punkt der Gegenseitigkeit in einer wirklichen Ich-Du-Beziehung im Gegensatz zu einer Ich-Du-Haltung, die in einem Individuum "vorherrscht", begegnete mir immer. In einer Übung, die Stephen Schoen (1989) in seinem Workshop anbot, fanden sich die TeilnehmerInnen paarweise zusammen und sollten still einen Ich-Du-Moment mit der anderen Person anstreben. Erst im Nachhinein sollten wir das untereinander besprechen. Ich hatte angenommen, daß mein Partner und ich einen Ich-Du-Moment zustande gebracht hatten, hörte aber später von ihm, daß er das nicht so empfunden hatte! Wenn er dachte, daß wir eine Ich-Du-Begegnung hatten, war das nicht notwendigerweise meine Erfahrung. Beide dachten wir, es hätte ein Ich-Du-Beziehungsmoment gegeben, dennoch entsprach es nicht der "bewußten" Awareness des anderen Teilnehmers.

Wenn man dem anderen mit einer Ich-Du-Haltung gegenübertritt, führt dies nicht sicher zu einer gegenseitig-gleichzeitigen Ich-Du-Begegnung. Ich mag mich der anderen Person nähern und aufrichtig offen dafür sein, daß sich ein solcher Moment ereignet, dennoch kann er sich nur dann ereignen, wenn mein Gegenüber "ja" zu meiner Haltung sagt. Ich kann den anderen nicht "zwingen", mir (so) zu begegnen. Ich kann es nicht einseitig durch eine übermenschliche oder "mystische" Anstrengung herbeiführen. Hier bin ich aufs tiefste und unerbittlich mit den Grenzen meines eigenen Menschseins konfrontiert (Yalom,1989). So sehr ich auch aus ganzem Herzen eine Verbindung mit einer anderen Person wünschen mag, begrenzt werde ich durch die Offenheit und Bereitschaft dieser Person, an einem solchen "Zwischen" teilzuhaben. Beide müssen offen dafür sein, daß ihnen (so) begegnet wird. Die fehlende Bereitschaft bei einer Person vereitelt die Möglichkeit für beide. Mein Ansinnen an mein Gegenüber mag durch und durch dialogisch sein und dennoch mag sich eine Ich-Du-Begegnung nicht einstellen.

Bewußtheit davon flößt Demut ein. Es handelt sich um ein tiefes Anerkennen unserer ichbezogenen Bedürfnisse und der Grenzen unserer Individualität. Der Versuch eine Ich-Du-Beziehung zu "machen", führt in die Schuld frecher "Selbstüberschätzung". Es zu versuchen, führt paradoxerweise geradewegs in die Ich-Es-Beziehung! Die beziehungsgemäßen Grenzen des Dialogs zu überschreiten, bedeutet im Monologischen gefangen zu bleiben. Ich schätze Friedmans Aussage, daß "die Sphäre, in der der Mensch dem Menschen begegnet ignoriert wurde, weil ihr keine ruhige Stetigkeit zu eigen ist" (1965, 17). Trotz jahrelanger theoretischer Arbeit der Psychologie gilt dies meiner Meinung nach heute weitgehend noch. Größtenteils suchte die Psychologie am falschen Ort! Sie untersucht meistens das Individuum und seine Psyche, statt das "Zwischen" zu erforschen und der Frage nachzugehen, wie das Individuum und seine/ihre Psyche innerhalb eines Beziehungskontextes entsteht.

Was ich hier vorschlage, soll keinesfalls idealistisch oder als Suche nach einem "reinen" Standpunkt gemeint sein. Ich vertrete gerade das Gegenteil einer idealistischen Haltung. Es handelt sich um einen Versuch, die beziehungsmäßige Qualität unserer Existenz tiefer zu verstehen (und ich erkenne, daß sie sich niemals vollständig erfassen lassen wird). In einem Sinn stellt dies einen Versuch dar, empirischer als die Empirie zu sein! Nicht um die Allgemeinheit unserer Unterschiede auf die physikalische Realität zu beschränken, sondern vielmehr um die vielfältigen Dimensionen und die Reichhaltigkeit der menschlichen Interexistenz voller Hoffnung und Freude zu umfassen.

Hierbei handelt es sich sicher um eine schwer zu verstehenden Sichtweise. Ich habe mich über zwanzig Jahre lang um ein klareres Verständnis bemüht. Gleichwohl erfahre ich diesbezüglich nur kurze Momente von Klarheit. Ein tiefes Verständnis des Dialogischen ist ebenso flüchtig wie es real ist. Ich nehme jetzt an, daß es der Reichtum und das innewohnend paradoxe Wesen unserer Existenz sind, die beim Versuch einer klareren Beschreibung die Gefahr heraufbeschwören, esoterisch oder idealistisch zu klingen. So soll es wohl sein. Auf jeden Fall müssen wir eine Mystifizierung vermeiden. Ein ernsthafter dialogischer Ansatz ist beladen mit den Schwierigkeiten konkreter Anwendungssituationen. Wahrhaft dialogisch zu sein ist eine extrem schwierige und sogar schmerzliche Haltung (Yalom, 1989). Sich auf einen einfachen Idealismus oder vereinfachenden behavioralen Empirismus zurückzuziehen, wäre eine wundervolle Erleichterung. Das sind die Betäubungsmittel, die die Bewußtheit von der Reichhaltigkeit menschlicher Beziehungen abstumpfen. Unsere Aufgabe besteht darin, genau zu bleiben gegenüber dem, was ist.

So eine Haltung verlangt Mut. Den Mut, nicht nur die eigene Sichtweise beizubehalten, sondern auch um entschieden offen zu bleiben für die Entfaltung dessen was ist - unabhängig davon, ob es zu unseren vorgefassten Meinungen paßt - sogar vermeintlich dialogischen. Diese Philosophie des "Gegebenen" dehnt die Grenzen der Theorie und des Vorstellungsvermögens. Buber verstand das nur zu gut, wenn er sagte, "Die Möglichkeitsgrenzen des Dialogischen sind die des Innewerdens." (1962b, 183). Es verlangt Mut, weil wir für alles offen bleiben müssen, was sich in der Begegnung entwickelt. Das ist Gehen auf einem "schmalen Grat" (Buber, 1965b, 184). Möglichkeiten durch bereits vorab festgelegte Kategorien auszuschließen, heißt einen bedeutungsvollen Dialog abzuwürgen. Es verlangt Mut, unzählige Spannungen in enger und fruchtbarer Beziehung zueinander zu halten, ohne ihren vollen Entwicklungsprozeß abzubrechen.

Während der Tagung gab es viele, viele Fragen zum Punkt "Techniken". Ich habe oft gesagt, daß ein dialogischer Ansatz dem Einsatz von Techniken nicht ablehnend gegenübersteht. Vielmehr liefert er einen Rahmen, innerhalb dessen angemessene Techniken entstehen können. Eine Technik kann dialogisch sein, solange sie nicht nur als "reine Technik" eingesetzt wird. Sie sollte Teil sein des ständigen Bemühens um eine Vertiefung der Bewußtheit auf der Beziehungsebene, des Kontakts und der (mit)geteilten Wirklichkeit. Dialog ist der fortwährende Wechsel zwischen Ich-Du- und Ich-Es-Momenten. Im Zusammenhang sauber eingesetzt, kann eine Technik ein wesentlicher Bestandteil der Begegnung sein. Sie kann dazu beitragen, die Hindernisse für einen Dialog zu verringern oder zu beseitigen (13). Eine Technik besteht weder um ihrer selbst willen noch um die TherapeutInnen-Egos aufzublasen, sondern um immer wieder die "Begegnung" zu fördern. Als GestalttherapeutInnen haben wir uns wahrscheinlich schuldig gemacht, zuviel zu "tun" und zuwenig zu "sein" (E. Polster, 1987). Viel zu oft wollen wir mit einer Technik losstürmen, die in Wirklichkeit vorzeitig ein zartes Öffnen für einen echten Dialog unterbricht. Solche Technik hält uns im Bereich des Monologischen gefangen. Viel zu oft wird eine Technik eingesetzt aufgrund einer Zielorientierung und der Egobedürfnisse des/r TherapeutIn. Viel zu oft bezieht sie sich nicht wirklich auf das, was ist (Yontef, 1989) noch auf das, wonach die tiefsten Anteile des Seins dieser Person verlangen.

Viele meiner StudentInnen und AusbildungskandidatInnen berichten mir, daß es sie überrascht, wieviel mehr passiert, wenn sie nur "mit dem Patienten mitgehen" als wenn sie etwas zu "machen" versuchen. Die Haltung des Mitgehens verlangt Vertrauen in das, was auftaucht. Das meint "Selbst"kontrolle aufzugeben, um das Entstehen einer größeren Gestalt zu ermöglichen. Jedoch schließt ein solches Begleiten den Einsatz von Techniken, das "Machen" nicht aus. Tatsächlich steigert es deren Wirksamkeit. Wenn wir wirklich demgegenüber offen sind, "was da ist", ermöglicht uns das - wenn nötig - ein viel effektiveres Eingreifen.

Solcher Mut, dem Unbekannten ins Gesicht zu schauen, verlangt viel vom Therapeuten. Oft wurde der/die TherapeutIn nicht dafür ausgebildet, dem "Sein" zu vertrauen und ihm mutig gegenüberzutreten. Darin besteht die wahre und immer gegenwärtige Herausforderung für die dialogisch-orientierten TherapeutInnen.

 

Anmerkungen

(1) Ich möchte Molly Rawle für ihre Anregung danken, die Konferenz sollte sich mit der "Ich-Du-Beziehung" befassen (persönliche Mitteilung am 6. Mai 1989) und Molly und Joe Wysong für die harte Arbeit der Organisation und Durchführung einer solchen Konferenz - Leistungen, die große Wertschätzung erfuhren. Ich leitete zusammen mit Lynne Jacobs einen Workshop und nahm an einer Podiumsdiskussion mit Maurice Friedman, Gary Yontef und Lynne Jacobs teil.

(2) Siehe z.B. E. Sampson (1989): The challenge of social change for psychology Globalization and psychology's theory of the person."

(3) Einige Punkte berühre ich nur. Für eine ausführlichere Diskussion empfehle ich dem/r LeserIn Lynne Jacobs Artikel (1989a): "Dialogue in Gestalt theory and therapy" und meine frühere Arbeit (1985): "Dialogical Gestalt therapy: An initial proposal."

(4) Meinem lieben Freund Milan Sreckovic bin ich zu großem Dank verpflichtet für die Diskussion, die aus unserem gemeinsamen Wunsch heraus entstand, die Unterscheidung der Begriffe "Dialog" und "Kontakt" weiter zu präzisieren. Diese Diskussion fand in Capri, Italien am 5. August 1989 statt. Ich danke ihm auch für die auszugsweise Übersetzung seines Interviews mit Lore Perls aus dem Deutschen (In: Leben an der Grenze: Essays und Anmerkungen zur Gestalttherapie.) Er verdeutlichte mir, daß einige der Konzepte und die Terminologie, die ich in "Zwischen Menschen. Ansätze einer Dialogischen Psychotherapie" (1989) besonders im Zusammenhang mit dem Thema "Widerstand" benützte sehr denen von Lore Perls in jenem Interview ähnelten, obwohl ich zu diesem Zeitpunkt den Inhalt dieses Gesprächs nicht kannte.

(5) Ich danke den KonferenzteilnehmerInnen und insbesondere Shannon Pernetti dafür, diesen Punkt angesprochen zu haben und für die mich überraschende Erwähnung, daß viele GestalttherapeutInnen jedem Hinweis auf das "Spirituelle" vehement entgegentreten.

(6) Gleichzeitig habe ich auch vollen Respekt für die Sichtweisen meiner KollegInnen, wie beispielsweise von Charles Brice (persönliche Mitteilung am 16. April 1989), die behaupten, daß von ihrem Standpunkt aus eine solche Verbindung nicht nötig ist.

(7) Ich habe das zuerst in meinem Artikel "Dialogical Gestalt therapy: An initial proposal" (1985) diskutiert. Ich möchte Lynne Jacobs meinen Dank dafür aussprechen, mich an die Bedeutung dieses Konzeptes erinnert zu haben und für ihre Mitteilung, es habe ihr in ihrem Denken weitergeholfen. (persönliche Mitteilung am 6. Mai 1989)

(8) Vgl. auch Maurice Merleau-Ponty: The Visible and the Invisible.

(9) Selbst und "Umwelt" in der Terminologie von Perls, Hefferline & Goodman (1951). Interessant ist, daß Fritz Perls mehr die biologischen Aspekte hevorhob und Lore Perls demgegenüber mehr von dialogischen und existentiellen Konzepten Bubers und Tillichs beeinflußt war. (Lore Perls, persönliche Mitteilung im September 1987)

(10) Zur vielleicht besten klinischen Veranschaulichung siehe Irving Yalom (deutsch:1993): "Die Liebe und ihr Henker." Goldmann: München

(11) Persönliche Mitteilung am 5. August 1989

(12) C.W. Brice, persönliche Mitteilung am 16. April 1989

(13) Milan Sreckovic, persönliche Mitteilung am 5. August 1989

 

Literatur

Brice, C.W. (1984): Pathological modes of human relating and therapeutic mutuality: A dialogue between Buber's existential-relational theory and object-relations theory. Psychiatry: Journal for the Study of Interpersonal Processes, 47, 109 - 123

Buber, M. (1962a): Ich und Du. In: M. Buber: Werke, Erster Band - Schriften zur Philosophie. München und Heidelberg: Kösel und Lambert Schneider: 77 - 170

Buber, M. (1962b): Zwiesprache. In: M. Buber: Werke, Erster Band - Schriften zur Philosophie. München und Heidelberg: Kösel und Lambert Schneider: 171 - 214

Buber, M. (1965): The knowledge of man: A philosophy of the interhuman. Introduction by M. S. Friedman. (M. S. Friedman & R. G. Smith, Trans.). New York: Harper & Row.

Downing, C. (1987): Re-visioning the psychology of women: An existential-dialogical approach. Perspectives: The Journal of Dialogical Psychotherapy, 16 (2).

Friedman, M. S. (1976): Aiming at the self: The paradox of encounter and the human potential movement. Journal of Humanistic Psychology, 16 (2).

Friedman, M. S. (1985): Der Heilende Dialog in der Psychotherapie. Köln: Edition Humaninstische Psychologie.

Gilligan, C. (1982): In a different voice: Psychological theory and women's development. Cambridge, MA: Harvard University Press.

Greenson, R. R. (1977): That "impossible" profession. In K. A. Frank (Ed.), The human dimension in psychoanalytic practice (99 - 114). New York: Grune & Stratton.

Hycner, R. H. (1985): Dialogical Gestalt therapy: An initial proposal. The Gestalt Journal, 8 (1).

Hycner, R. H. (1989): Zwischen Menschen. Ansätze zu einer Dialogischen Psychotherapie. Köln: Edition Humanistische Psychologie.

Jacobs, L. M. (1989b): The I-Thou relation in Gestalt therapy. Working presentation. 11th Annual Conference on the Theory and Practice of Gestalt Therapy, May 5, 1989, Chicago, IL.

Merleau-Ponty, M. (1969): The visible and the invisible. (A. Linging, Trans.). (C. Lefort, Ed.) Evanston, IL: Northwestern University Press.

Perls, F., Hefferline, R., & Goodman, P. (1951): Gestalt therapy: Excitement and growth in the human personality. New York: Julian Press.

Perls, L. (1989): Leben an der Grenze. Essays und Anmerkungen zur Gestalttherapie. M. Sreckovic (Hrsg.), Köln: Edition Humanistische Psychologie.

Polster, E. (1987): Jedes Menschenleben ist einen Roman wert. Köln: Edition Humanistische Psychologie.

Rogers, C. R. (1986): In W. Bennis, Walking softly through life. Videotaped interview with Carl Rogers by Warren Bennis.

Sampson, E. (1989): The challenge of social change for psychology: Glovalization and psychology's theory of the person. American Psychologist, 44, 914 - 921.

Schoen, S. (1989): I - Thou: The larger gestalt. Workshop presentation at the 11th Annual Conference on the Theory and Practice of Gestalt Therapy, May 5, ^989, Chicago, IL.

Stolorow, R. D., Brandchaft, B., & Atwood, G. E. (1987): Psychoanalytic treatment: An intersubjective approach. Hillsdale, NJ: The Analytic Press.

Trüb, H. (1964): Heilung aus der Begegnung. Eine Auseinandersetzung mit der Psychologie C. G. Jungs, Ernst Michel & Arie Sborowitz (Hrsg.), Vorwort von M. Buber. Stuttgart: Ernst Klett Verlag.

Yalom, I.D. (1993): Die Liebe und ihr Henker. Geschichten aus der Psychotherapie. München: Goldmann.

Yontef, G. (1989): Panel presentation. 11th Annual Conference on the Theory and Practice of Gestalt

 

Praxisadressen von Gestalttherapeuten/-innen

Zu Beitrag und Person:

Dr. Rich Hycner

ist der Co-Direktor und Ausbildungsleiter des "Institute for Dialogical Psychotherapy" in San Diego. Außerdem ist er Lehrtrainer in Erving und Miriam Polsters "Gestalt Training Center", San Diego. Sein Denken und seine Therapie wurden maßgeblich geprägt durch Martin Bubers Philosophie des Dialogs und Maurice Friedmans Adaption dieser Philosophie, sowie Erving und Miriam Polsters Arbeit. Rich Hycner ist seit mehr als 25 Jahren Klinischer Psychologe und Familientherapeut in privater Praxis in Solana Beach, Kalifornien. Er ist Dekan der Professional School of Psychological Studies, San Diego und lehrt in verschiedenen anderen professionellen Trainingsprogrammen, auch außerhalb der USA. Er ist Verfasser mehrerer Aufsätze im Bereich Klinische Psychologie und Phänomenologie.

Sein Buch "Zwischen Menschen. Ansätze zu einer Dialogischen Psychotherapie" erschien in der Edition Humanistische Psychologie in Köln.

Der vorliegende Essay ist zuerst erschienen in: The Gestalt Journal, Vol. XIII, No. 1. Wir danken Rich Hycner und Joe Wysong vom Gestalt Journal für die Genehmigung der deutschen Erstübersetzung.

Aus dem Amerikanischen von Thomas Maurer, München.

 

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